Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Wie funktioniert Bioethik? - Interdisziplinäre Entscheidungsfindung im Spannungsfeld von theoretischem Begründungsanspruch und praktischem Regelungsbedarf

Termin: 6.10.2005, 9:00 Uhr, bis 8.10.2005, 13:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Hörsaal Theologicum
Liebermeisterstr. 18
72076 Tübingen

Weitere Informationen:
http://www.wie-funktioniert-bioethik.de/

Kurzbeschreibung: Mit der Bioethik als institutionalisierter Form des Nachdenkens über den Umgang mit neuen Entwicklungen in Biologie und Medizin hat sich eine Disziplin herausgebildet, die nicht allein auf qualifizierte akademische Forschung und Lehre zielt, sondern ihre Kompetenz zugleich praxisnah und lösungsorientiert in Form von Gutachten, Expertisen (z. B. Technikfolgenabschätzungen) und Gesetzesentwürfen in die gesellschaftliche Diskussion einbringt. Sich in dieser Weise verantwortungsbewusst am Zeitgeschehen zu beteiligen bedeutet auch, dem damit einhergehenden Erwartungsdruck gerecht zu werden: Bioethische Expertise soll den rasanten biotechnologischen Fortschritt nicht mehr nur retrospektiv bewerten, sondern die entsprechenden Entwicklungen direkt begleiten bzw. sich bereits vorausschauend mit ihnen auseinandersetzen, ohne jedoch auf die kompetente theoretische Fundierung der zu formulierenden moralischen Urteile zu verzichten.

Die Etablierung der Bioethik als eigenständiges Forschungsgebiet auf gesicherter methodischer Grundlage stellt eines der übergeordneten Anliegen dar, denen sich das seit Januar 2004 von der DFG geförderte Graduiertenkolleg „Bioethik“ am Interfakultären Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen verpflichtet weiß. Im Rahmen der vom Kolleg veranstalteten Tagung "Wie funktioniert Bioethik? – Interdisziplinäre Entscheidungsfindung im Spannungsfeld von theoretischem Begründungsanspruch und praktischem Regelungsbedarf" soll daher ein Beitrag zur weiteren Profilierung der Disziplin „Bioethik“ geleistet werden.

Die Bioethik agiert gleichermaßen im Spannungsfeld verschiedener universitärer Disziplinen wie auch in neu sich bildenden Kooperationsräumen von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft und befindet sich damit in einer außergewöhnlichen Situation. Die Konfrontation mit einem immer komplexer werdenden Aufgabenbereich fordert eine Reflexion auf ihre spezifische Methodik, ihre Verortung im Gefüge der Disziplinen und die Reichweite ihrer Geltungsansprüche.

Die Tagung hat daher drei Themenschwerpunkte:

1) Begründungsfragen

2) Interdisziplinarität

3) Praxis

Kontakt: Graduiertenkolleg Bioethik
Interfakultäres Zentrum für Ethik
in den Wissenschaften (IZEW)
Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Tel.: +49 - (0)7071 - 2 97 75 11

kontakt@wie-funktioniert-bioethik.de
http://www.izew.uni-tuebingen.de/kolleg/

Veranstalter: Interfakultäres Zentrum für Ethik, in den Wissenschaften (IZEW) - Universität Tübingen

Schlagworte: Arzt-Patient-Verhältnis, Behinderung, Biotechnologie, Embryonale Stammzellen, Embryonenforschung, Ethik-Kommissionen, Eugenik/Enhancement, Genetische Tests/Beratung, Genforschung/-technik, Genomanalyse, Gentherapie, Gesundheitswesen, Grüne Gentechnik, Hirntod, Humanexperiment, Humangenetik, Klonierung, Lebensbeginn, Lebensende, Lebensverlängerung, Medizinische Ethik, Naturphilosophie, Organ-/Gewebetransplantation, Palliativbehandlung, Patentierung, Pflegeethik, Pharmazeutik, Präimplantationsdiagnostik, Pränataldiagnostik, Psychiatrie, Schwangerschaftsabbruch, Sterbehilfe, Technikethik, Technikfolgenabschätzung, Tierethik, Xenotransplantation

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