Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Geisteswissenschaft im Dialog: Spiegelung und Projektion - Der Mensch in den Geisteswissenschaften

Beginn: 29.9.2005, 18:00 -20:15 Uhr

Veranstaltungsort:
Kunstmuseum Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 2
53113 Bonn

Referenten: Prof. Dr. Ernst Rietschel (Vizepräsident Leibnitz-Gemeinschaft, Direktor Leibnitz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften, Borstel) * MinDir Reinhard Junker (Abteilungsleiter Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn) * Rüdiger Bender M.A. (Lehrbeauftragter für Philosophie und Kulturwissenschaft, Universität Erfurt und Universität Ilmenau) * Prof Dr. Falko Daim (Professor für Ur- und Frühgeschichte, Generaldirektor Römisch-Germanisches Zentralmuseum, Mainz) * Prof. Dr. Tilman Borsche (Professor für Philosophie, Universität Hildesheim, Herausgeber der Allgemeinen Zeitschrift für Philosophie) * Prof Dr. Sigrid Weigel (Professorin für Literaturwissenschaft, TU Berlin, Direktorin Zentrum für Literaturforschung Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V.)

Weitere Informationen:
http://www.gidialog.de/

Kurzbeschreibung: WAS IST DER MENSCH? Die Geisteswissenschaften rekonstruieren die Frage nach dem Menschen als die nach dessen hochgradig komplexen und mehrdeutigen, historisch wandelbaren, durch ihre Kommunikationsmedien und durch ihre Überlieferungskontexte geprägten Bedeutungs- und Symbolsystemen. An diesem Abend stellen drei Geisteswissenschaftler aus jeweils eigener Perspektive die mehrfache Lesbarkeit und selbstbezügliche Reflexion des menschlichen Wesens aus seinen kulturellen Leistungen vor. Sie zeigen auf, wie geisteswissenschaftliche Forschung dabei auch an naturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche und staatswissenschaftliche Forschungsperspektiven anschließt.

WAS SIND DIE WURZELN MENSCHLICHER KULTUR? Mit transdisziplinären Bezügen und kriminalistischen Methoden befragt der Archäologe Bodenfunde auf das Selbst- und Weltverständnis ihrer Urheber.

WAS MACHT DEN MENSCHEN ZUR PERSON? Der Philosoph diskutiert die innere Spannung zwischen dem normativen Universalitätsanspruch auf Menschenwürde und Menschenrecht einerseits und dessen geschichtlichem Enstehungskontext andererseits.

WORIN BEWAHRT SICH DAS KULTURELLE GEDÄCHTNIS? Kunst und Literatur sind zwei seiner ausgezeichneten Formen. Als Quellen der kulturwissenschaftlichen Analyse spiegeln sie Erfahrungen, Wissen, Hoffnung und Phantasien. Aber als Orte selbstbezüglicher Reflexion sind sie ihrerseits potentielle Teilnehmer am kulturwissenschaftlichen Diskurs.

Kontakt: "Geisteswissenschaft im Dialog"
Römisch-Germanisches Zentralmuseum
Ernst-Ludwig-Platz 2
55116 Mainz

Tel.: +49 - (0)6136 - 75 20 07
Fax.: +49 - (0)6136 - 9 12 41 95

weisrock@gidialog.de
http://www.gidialog.de/

Veranstalter: Leibnitz Gemeinschaft, Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften, Bundesministerium für Bildung und Forschung

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