Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Rationierung im Gesundheitswesen. Sozialwissenschaftliche, medizinische, rechtliche und ethische Aspekte

Termin: 2.12.2005, 13:30 Uhr, bis 3.12.2005, 13:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Universität und Kantonsspital Luzern

Referenten: Kurt Imhof (Zürich), Hans-Ulrich Kneubühler (Luzern), Markus Zimmermann-Acklin (Luzern), Samia Hurst (Genève), Friedrich Breyer (Konstanz), Thomas Cueni (Basel), Thomas Gächter (Zürich/Luzern), Stephanie Mörikofer (Kaiseraugst), Peter Stulz (Luzern), Annemarie Kesselring (Basel), Ruth Humbel Näf (Birmensdorf), Hans Münk (Luzern), Silvia Ess (St. Gallen), Georg Marckmann (Tübingen), Hans Halter (Luzern), Markus Dürr (Luzern)

Weitere Informationen:
http://www.unilu.ch/dokumente/dokus_tf/Flyer_Rationierung_im_Gesundhei ...

Kurzbeschreibung: Seit Jahren steigen die Kosten für die solidarisch finanzierte gesundheitliche Versorgung. Die Finanzierung der Krankenkassenprämien und Selbstbehalte ist für viele Haushalte problematisch geworden, steigende Spitalkosten belasten die Kantonsbudgets. Der medizinische Fortschritt und die demographische Entwicklung werden diesen Druck weiterhin verstärken, so dass sich die Gesundheitspolitik in Bezug auf die Finanzierung der Gesundheitskosten herausgefordert sieht.

Wo liegen genau die Probleme? Welche Finanzierungs- und Rationierungsvorschläge werden heute diskutiert, welche ethischen Implikationen enthalten sie? Besteht heute bereits eine Praxis der Rationierung am Krankenbett? Wie sind die konkreten Vorschläge der Stärkung der Eigenverantwortung, der Berücksichtigung der Kosten-Effektivität und der Altersrationierung aus ethischer Sicht zu beurteilen? Diesen und weiteren Fragen gehen wir unter Beteiligung und Expertinnen und Experten aus den Bereichen Gesundheitsökonomie, Medizin, Recht, Pflegewissenschaften, Pharmaindustrie, Sozialwissenschaften, Politik und Ethik nach. In einer abschließenden Podiumsrunde wird gefragt, ob wir in Zukunft mit einer impliziten oder expliziten Rationierung im Gesundheitswesen zu rechnen haben bzw. welche Möglichkeiten in diesem Bereich sozialethisch wünschbar und politisch auch realisierbar sind.

Im Rahmen eines öffentlichen Vortrags geht Prof. Dr. Thomas Zeltner, Direktor des Bundesamtes für Gesundheit, am Freitagabend darauf ein, wie Maßnahmen der Rationierung aus Sicht der Bundesverwaltung beurteilt werden.

Das Symposium ist ein Teil eines vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Forschungsprojekts, dass sich zum Ziel gesetzt hat, ethische Leitlinien zur Rationierung im Gesundheitswesen zuhanden der schweizerischen Gesundheitspolitik zu erarbeiten. Die Teilnahme steht allen Interessierten offen.

Kontakt: Institut für Sozialethik
"Symposium zur Rationierung"
Gibraltarstrasse 3
Postfach 77 63
6000 Luzern 7

markus.zimmermann@unilu.ch
http://www.unilu.ch/ise

Veranstalter: Institut für Sozialethik der Uni Luzern in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital und der Schweizerischen Gesellschaft für, biomedizinische Ethik SGBE/SSEB

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Hans Halter, Dr. Markus Zimmermann-Acklin

Schlagworte: Gesundheitswesen

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