Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Patientenverfügung - Ein notwendiges und wirksames Instrument zur Stärkung der Patientenautonomie?

Beginn: 17.9.2005, 10:00 -18:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit Dresden gGmbH
Wintergartenstrasse 15-17
01307 Dresden

Referenten: Dr. phil. Ingrid-Ulrike Grom (Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit gGmbH, Dresden) *** Prof. Dr. med. Dipl.-psych. Joachim Kugler (Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus TU Dresden) *** Prof. Dr. med. Dr. phil. Ortrun Riha (Direktorin des Karl-Sudhoff-Institutes an der Universität Leipzig) *** Katrin Schulz (Leiterin der heilpädagogischen Wachkoma-Wohngemeinschaft, Dresden) *** Dr. med. Gottfried Hanzl (FA für Allgemeinmedizin in eigener Praxis) *** Dr. biol. Katrin Grüber (Institut Mensch Ethik Wissenschaft, Berlin)

Weitere Informationen:
http://www.imew.de/imew.php/cat/120/title/Einzelveranstaltungen#sterbe ...

Kurzbeschreibung: Brisanz und Aktualität kennzeichnen das Thema Patientenverfügung. Zahlreiche Informationsveranstaltungen sind bislang von unterschiedlichen Anbietern durchgeführt worden. Es gibt fast 300 verschiedene Patientenverfügungsformulare. Seit einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes zur Patientenverfügung im Jahre 2003 wird über dieses Thema auch verstärkt im politischen Raum diskutiert. Vier Kommissionen haben danach Empfehlungen über die gesetzliche Verankerung und die Handhabung von Patientenverfügungen veröffentlicht. Ende 2004 hatte Justizministerin Zypries einen Entwurf vorgelegt, diesen aber nach massiven Protesten zurückgezogen. Es ist derzeit nicht absehbar, wann und ob es eine rechtliche Regelung gibt.

In unserer Fachtagung beleuchten wir die Praxis:

* Wie häufig spielen Patientenverfügungen eine Rolle?

* Inwieweit erleichtern sie die Entscheidungsfindung, welche Schwierigkeiten treten z.B. bei der Interpretation des Niedergeschriebenen auf?

* Was sollte unbedingt in einer Patientenverfügung stehen?

* Welche Bedeutung haben sie für Patienten, ihre Angehörigen, die behandelnden Ärzte und die Pflegenden?

* Welche Auswirkung hat eine rechtliche Regelung auf die Gültigkeit von Patientenverfügungen?

Es geht uns dabei vor allem um den Weg, wie sie erarbeitet wird. Und es geht uns darum, zu hinterfragen, welche Bedeutung Patientenverfügungen bei bestimmten Gruppen haben, wie beispielsweise bei Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung, bei Wachkoma-Patienten, bei Menschen mit Demenz.

Patientenverfügungen, so heißt es oft, sind ein notwendiges und wirksames Instrument zur Stärkung der Patientenautonomie. Fachkundige Experten überprüfen die Richtigkeit dieser Aussage. Die unterschiedlichen Bedeutungen des Begriffes der Patientenautonomie werden von ihnen kritisch hinterfragt.

Kontakt: Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit Dresden gGmbH
Wintergartenstrasse 15-17
01307 Dresden

Tel.: +49 - (0)351 - 44 40 29 02
Fax.: +49 - (0)351 - 44 40 29 99

info@palliativakademie-dresden.de
http://www.palliativakademie-dresden.de/

Veranstalter: Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit Dresden gGmbH, Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft gGmbH (IMEW)

Schlagworte: Lebensende, Lebensverlängerung

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