Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Weltreligionen im Dialog mit der Medizin

Termin: 11.11.2005, 14:00 Uhr, bis 12.11.2005, 17:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Campus der Universität Wien
Hof 1 - Aula
Spitalgasse 2 - 4
1090 Wien

Weitere Informationen:
http://www.univie.ac.at/ethik-und-recht-in-der-medizin/veranstaltungen ...

Kurzbeschreibung: Ziele und Inhalte des Symposions

Die Tagung befasst sich inhaltlich mit den Grenzbereichen des Lebensbeginns und Lebensendes. Aufgezeigt sollen die kulturwissen-schaftlichen, die medizinischen, die theologisch/philosophischen Grundfragen werden, die sich an diesen Positionen auftun.

In unserem Zeitalter biologischer und rationaler Gewissheiten scheinen Religiosität und Spiritualität immer mehr aus dem Blickfeld zu geraten. Und doch weisen derzeit westliche Gesellschaften einen bemerkenswerten Zuwachs an religiösen, spirituellen und sakralisierenden Strukturen auf.

Medizin im Kontext der Kulturen und Religionen ist eingebunden in Werte- und Symbolsysteme, die sich historisch entwickeln und über lange Zeit hinweg Stabilität aufweisen. Kulturen sind örtlich geprägt, d.h. sie weisen zwar anthropologische Universalien auf, lokalisieren und deuten sie aber in je spezifischen Kontexten in Beziehung zu jeweils besonderen Umweltbedingungen und anderen Kulturen.

Dem Kommen und Gehen, dem Beginn und Ende des Lebens wollen wir bei dieser Konferenz Aufmerksamkeit schenken. Lange waren Beginn und Ende ignorierte Passagen des Lebens. Letztlich liegen sie doch nahe beieinander, es geht um dieselbe Tür, die wir nur aus entgegengesetzten Richtungen benützen.

Weitere Ziele sind transkulturelle und transreligiöse Kompetenzerweiterung

Reflexion der eigenen, der persönlichen (gewöhnlich nicht-bewussten) und der biomedizinischen Wissens- und Sinnordnungen. Erschließen der je subjektiven Wissens- und Sinnhierarchien der Kranken. Ein Versuch soll unternommen werden, eine Transformation im Sinne einer Verschränkung der Wertordnungen zu leisten. Die eigenen Deutungsmuster dürfen nicht als ausschließliche normative Grundlage dienen. Es geht nicht darum, ein einheitliches Menschenbild und Medizinsystem zu entwerfen, sondern die Relativität medizinischen Erkennens und Handelns im Kontext zu erkennen, um neue Handlungsmöglichkeiten zu erschließen.

Kontakt: Frau Pia Andrea Egger und Frau Sabine Liska
Institut für Ethik und Recht in der Medizin
Universität Wien
Spitalgasse 2 - 4, Hof 1
1090 Wien
Österreich

Tel.: +43 - (0)14 - 27 72 22 -01 / -05
Fax: +43 - (0)14 - 2 77 92 22
ethik-medizin@univie.ac.at
http://www.univie.ac.at/ethik-und-recht-in-der-medizin/

Veranstalter: Institut für Ethik und Recht in der Medizin der Universität Wien, Akademie für Ethik in der Medizin (Göttingen), Internationale Mediziner Arbeitsgemeinschaft (Wien), Zentrum für Medizinrecht (Wien)

Wissenschaftliche Leitung: Univ.-Prof. Dr. Ulrich Körtner, Univ.-Prof. Dr. Günter Virt, Univ.-Prof. Dr. Dietrich von Engelhardt

Schlagworte: Lebensbeginn, Lebensende

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