Titel: Selbstbestimmt sterben - Autonomie, Recht und Menschenwürde am Ende des Lebens
Beginn:
7.12.2005
Veranstaltungsort:
Universität Würzburg
Neubaukirche, Würzburg
Weitere Informationen:
http://www.studientag2005.de.vu/
Auf der einen Seite wird die uneingeschränkte Anerkennung des Rechts auf Selbstbestimmung auch im Blick auf das eigene Sterben gefordert. Ausgehend von dem unbestrittenen Recht des einzelnen, sich medizinischen Maßnahmen zu verweigern, soll dieses Recht auch im voraus für solche Situationen vorweggenommen werden können, in denen man nicht mehr selbst entscheiden kann. Auf der anderen Seite aber werden Zweifel geäußert, unter welchen Bedingungen wirklich von Selbstbestimmung gesprochen werden kann. Ergeben sich aus einer uneingeschränkten Anerkennung von Patientenverfügungen nicht wieder neue Zwänge? Umstritten ist auch, ob Patientenverfügungen wirklich uneingeschränkt für alle Situationen gelten sollen, in denen der Patient seinen Willen nicht mehr äußern kann. Soll sie auch bei Krankheiten gelten, die nicht zwangsläufig und in kürzester Zeit zum Tod führen, wie dies etwa in den Fällen von Altersdemenz und Wachkoma der Fall ist?
Der Studientag möchte Gelegenheit bieten, die Problematik im interdisziplinären Gespräch aus juristischer, medizinischer und theologischer Sicht, aber auch im Blick auf politische Entscheidungskriterien zu diskutieren. Er wendet sich nicht allein an Studierende, sondern ebenso an Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufen, an Verantwortliche in Seelsorge, Unterricht und Forschung sowie an alle Interessierten.
Kontakt:
Herr Sebastian Schoknecht
Universität Würzburg
Lehrstuhl für Moraltheologie
- Studientag 2005 -
Sanderring 2
97070 Würzburg
Tel.:
+49 - (0)931 - 31 29 96
Fax: +49 - (0)931 - 31 21 04
sebastian.schoknecht@mail.uni-wuerzburg.de
http://www.theologie.uni-wuerzburg.de/
Schlagworte: Lebensende, Sterbehilfe