Titel: Turnschuh-Prämie. Prävention und die Verantwortung des Einzelnen für seine Gesundheit
Termin:
10.2.2006
Veranstaltungsort:
Inselstraße 27 - 28
14129 Berlin (Nikolasee)
Referenten: Simone Ehm (Ev. Akademie zu Berlin) *** Dr. Ute Winkler (Leiterin Referat "Grundsatzfragen der Prävention, Eigenverantwortung, Selbsthilfe, Umweltbezogener Gesundheitsschutz", Bundesministerium für Gesundheit) *** Prof. Dr. Günter Klein (Umweltbundesamt FB II, Bonn / Dessau Internationale Gesellschaft für Prävention) *** Dr. Christian Weymayr (Medizinjournalist, Tübingen) *** Dr. Dirk Lanzerath (Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften, Bonn) *** Prof. Dr. Dietmar Mieth (Katholisch-Theologisches Seminar, Universität Tübingen) *** Dr. Rüdiger Meierjürgen (Präventionsabteilung, Barmer Ersatzkasse) *** Dr. Monika Bobbert (Institut für Geschichte der Medizin - Bereich Medizinethik, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) *** Nicole Knaack (Techniker-Krankenkasse) *** Dr. Raimund Geene (Gesundheit Berlin e.V.) *** Dr. Dietmar Jazbinsek (Journalist, Berlin)
Weitere Informationen:
http://www.eaberlin.de/details.php?id=138
Bisher dominierte im deutschen Gesundheitssystem die kurative Versorgung gegenüber der präventionspolitischen Ausrichtung. Es gibt in Deutschland wenig Präventionskultur; die Strukturen des bisherigen Gesundheitssystems haben eine konsumtive Haltung der Bürgerinnen und Bürger befördert.
Mit der Stärkung des Präventionssektors werden gesundheitsethische Fragestellungen aufgeworfen, die in der aktuellen Diskussion um das Präventionsgesetz bislang kaum Berücksichtigung finden, für eine erfolgreiche und langfristig in der Gesellschaft verankerte Prävention jedoch von großer Bedeutung sind.
Die geplante Tagung fokussiert zum einen die Frage, wo im Bereich der präventiven Medizin die Grenze zwischen Sozial- und Individualverantwortung liegen soll: Wie weit geht die Verantwortung des Individuums für seine eigene Gesundheit? Wodurch wird sie begrenzt? Wie gehen wir mit "selbstverschuldeten" und verhaltensbezogenen Krankheiten um? Zum anderen setzt sich die Tagung damit auseinander, wie weit Staat und Krankenversicherungen mittels Verpflichtungen, Verboten und finanziellen Anreizen in die Selbstbestimmungsrechte des Einzelnen eingreifen dürfen.
Die Tagung thematisiert die genannten Fragen wesentlich vor dem Hintergrund, welches Verständnis von Gesundheit und Krankheit dem gegenwärtigen Präventionskonzept zugrunde liegt und in welchem Verhältnis dieses zu subjektiven Vorstellungen von gelingendem Leben steht.
Sie sind herzlich eingeladen!
Kontakt:
Frau Rosalita Huschke
Evangelische Akademie zu Berlin
Charlottenstraße 53 - 54
10117 Berlin
Tel.:
+49 - (0)30 - 20 35 55 02
Fax: +49 - (0)30 - 20 35 55 50
huschke@eaberlin.de
http://www.eaberlin.de/
Veranstalter: Evangelische Akademie zu Berlin
Schlagworte: Gesundheitswesen, Krankheit