Titel: Patientenwille und medizinische Indikation. Entscheidungskriterien in der Intensivmedizin und am Lebensende
Termin:
3.3.2006
Veranstaltungsort:
Münchehäger Straße 6
31547 Rehburg-Loccum
Referenten: Dr. Ralph Charbonnier (Zentrum für Gesundheitsethik, Hannover) *** Dr. Steffen Simon (Evangelisches Krankenhaus Oldenburg) *** Dr. Stephan Sahm (Medizinische Klinik I, Ketteler-Krankenhaus Offenbach) *** Pastorin Uta Schäfer-Breitschuh (Krankenhausseelsorge Klinikum Hannover, Nordstadtkrankenhaus) *** Prof. Dr. Klaus-M. Kodalle (Institut für Philosophie, Friedrich Schiller-Universität Jena) *** Dr. Dirk Lanzerath (Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften, Bonn) *** Prof. Dr. Wolfram Höfling (Institut für Staatsrecht, Universität zu Köln) *** Dr. Birgit Ehlbeck (Wolfenbüttel) *** Helen Kohlen (Krankenschwester, Soziologin, Hannover) *** Dr. Thomas Breitkreuz (Innere Medizin, Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke) *** Walter Ullmer (Schädel-Hirnpatienten in Not e.V., Hamburg) *** Dr. Regina Prenzel (Klinik für Innere Medizin, Pius-Hospital Oldenburg) *** Dr. Kay Preuß (Klinik für Innere Medizin, Pius-Hospital Oldenburg) *** Dipl.-Theol. Lüder Meyer-Stiens (Zentrum für Gesundheitsethik, Hannover) *** Dr. Thela Wernstedt, M.A. (Palliativmedizinischer Konsiliardienst am Tumorzentrum der Medizinischen Hochschule Hannover) *** Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner (Hamburg) *** Frank Drieschner (DIE ZEIT, Hamburg) *** Pfarrer Matthias Mißfeldt (Krankenhausseelsorge Knappschaftskrankenhaus Dortmund-Brackel)
Weitere Informationen:
http://www.evlka.de/zfg/images/FlyerPatientenwill.pdf
Unter diesen Bedingungen kommt es jedoch immer wieder zu Konflikten: Patient und Arzt geraten in Konflikt zueinander, wenn sich Behandlungswunsch und medizinische Indikation widersprechen.
Behandlungswünsche können im Widerspruch zum Ethos von Pflegenden stehen, beispielsweise wenn in einer Patientenverfügung ein Abbruch der künstlichen Ernährung bei einer Demenzerkrankung gefordert wird. Der Patientenwille kann auch dem subjektiven Wohl des Patienten entgegen stehen, dem ein gesetzlicher Betreuer verpflichtet ist. Auf verfassungsrechtlicher Ebene kann die Selbstbestimmung in Konkurrenz zum Schutz des Lebens treten.
Ziel der Tagung ist es, mit philosophischen, medizintheoretischen und juristischen Beiträgen historische Zusammenhänge und gegenwärtige Verständnisse der Patientenselbstbestimmung sowie medizinischer Professionalität zu beleuchten. Darüber hinaus soll in
praxisorientierten Arbeitsgruppen exemplarisch ausgelotet werden, wie
die Patientenselbstbestimmung und die medizinische Perspektive in ein
Verhältnis gebracht werden können, das beiden Seiten förderlich ist.
Die Tagung richtet sich an Personen, die in der Praxis von Medizin, Pflege oder Seelsorge tätig sind, an Ethikerinnen und Ethiker der Philosophie und Theologie, an solche, die die Tagungsthematik aus juristischer oder politischer Perspektive beleuchten wollen, sowie an weitere Interessierte.
Wir laden Sie herzlich ein, sich an diesen Diskussionen zu beteiligen!
Kontakt:
Zentrum für Gesundheitsethik
Knochenhauerstraße 33
30159 Hannover
Tel.:
+49 - (0)511 - 1 24 14 96
Fax: +49 - (0)511 - 1 24 14 97
zfg@evlka.de
http://www.zfg-hannover.de/
Veranstalter: Zentrum für Gesundheitsethik an der Evangelischen Akademie Loccum, Hannover, Kooperationspartner: Zukunftsstiftung Gesundheit, Stuttgart
Wissenschaftliche Leitung: Dr. Ralph Charbonnier (Zentrum für Gesundheitsethik, Hannover), Dr. Steffen Simon (Evangelisches Krankenhaus, Oldenburg / Zukunftsstiftung Gesundheit)
Schlagworte: Ärztliches Ethos, Arzt-Patient-Verhältnis, Lebensende, Lebensverlängerung, Medizinische Ethik, Palliativbehandlung, Pflegeethik, Pfleger-Patient-Verhältnis