Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Was ist Lebensqualität am Lebensende? "Palliative Care" in Alters- und Pflegeheimen

Termin: 17.3.2006, 15:30 Uhr, bis 19.3.2006, 12:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Evangelische Akademie Loccum
Münchehäger Straße 6
31547 Rehburg-Loccum

Referenten: Dr. Ellen Ueberschär (Studienleiterin, Ev. Akademie Loccum) *** Martin Ostertag (Hospizbeauftragter der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers) *** Birgit Jaster (Hannover) *** Lothar Busch (Abteilungsleiter, Niedersächsisches Sozialministerium, Hannover) *** Dr. Ralph Charbonnier (Studienleiter am Zentrum für Gesundheitsethik, Hannover, Mitglied der Palliativ-Arbeitsgemeinschaft Niedersachsen) *** Dr. med. Rolf Holbe (Vorsitzender der Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit Niedersachsen) *** Ulrich Domdey (Pastoralreferent, Leiter des Fachbereichs Erwachsenenpastoral im Bistum Hildesheim, Vorstandsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Niedersachsen e.V.) *** Dr. Anette Ester (Ärztin im Röde Kors Pflegeheim, Bergen) *** Prof. Dr. Karin Wilkening (Fachbereich Sozialwesen, Fachhochschule Braunschweig, Vorstandsmitglied der LAG Hospiz Niedersachsen e.V.) *** Prof. Dr. Rochus Allert (Fachbereich Gesundheitswesen, Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen, Köln) *** Erika Nola (Vorsitzende des Hospiz Horn e.V.) *** Petra Scholz (Diplom-Pädagogin an der Schule für Altenpflege Bremen, Bremer Heimstiftung) *** Corinna Warnken (Pflegedienstleitung, Senioren am Mutterhaus Rotenburg (Wümme), Tine-Albers-Haus)

Weitere Informationen:
http://www.loccum.de/program/p0613.html

Kurzbeschreibung: Cicely Saunders, die Begründerin der modernen Hospizbewegung, hat einmal gesagt, sie habe sich auf Tumorpatienten konzentriert, weil ihr die Misere in der Versorgung der älteren Mitbürger in ihrer letzten Lebensphase zu groß erschien. Tatsächlich ist es bis heute auch in Niedersachsen so, dass die palliative und hospizliche Versorgung in Einrichtungen der stationären Altenpflege defizitär ist. Was ist nötig, um diesen Zustand flächendeckend zu verändern? Mit Hilfe der Tagung soll ein genaues Bild davon entstehen, wie die ermutigenden Ansätze, "Palliative Care" in Alters- und Pflegeheime zu implementieren, ausgeweitet werden können. Hospizgruppen, Palliativmedizinerinnen und Palliativmediziner sowie das Pflege- und Verwaltungspersonal der Einrichtungen der Altenpflege brauchen ein koordiniertes Zusammenspiel, um die Anforderungen, die ein würdiges Lebensende stellt, zu bewältigen. In gemischten Arbeitsgruppen sollen Handlungsoptionen gesucht, Kooperationsmöglichkeiten entwickelt und ein struktureller Veränderungsbedarf benannt werden.

Über den Schwerpunkt "Alten- und Pflegeheime" hinaus wird es auf dieser Tagung um die Konsequenzen gehen, die sich aus dem Gutachten zur Palliativversorgung in Niedersachsen ergeben, das die gesundheitspolitische Handlungsgrundlage des niedersächsischen Sozialministeriums in diesem Bereich bildet. Wenn, wie das Gutachten festgestellt hat, der Schlüssel für eine zukunftsfähige Palliativversorgung in einer besseren Kommunikation und Vernetzung aller im Bereich von "Palliative Care" tätigen Personen und Institutionen liegt, so folgt daraus die Aufgabe, die "dichten Netze vor Ort" tatsächlich zu knüpfen und finanziell zu unterstützen. Welche Veränderungen sind notwendig, welchen Platz hat Hospizarbeit in den "dichten Netzen vor Ort" und wie kann sie zur Umsetzung der begrüßenswerten Ideen des Gutachtens beitragen?

Kontakt: Frau Ellen Ueberschär
Evangelische Akademie Loccum
Postfach 21 58
31545 Rehburg-Loccum
Tel.: +49 - (0)5766 - 8 11 31
Fax: +49 - (0)5766 - 8 19 00
Ellen.Ueberschaer@evlka.de
http://www.loccum.de/

Veranstalter: Evangelische Akademie Loccum, In Kooperation mit dem Hospizbeauftragten und dem Pastoralkolleg der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Schlagworte: Gesundheitswesen, Lebensende, Palliativbehandlung, Pflegeethik, Pfleger-Patient-Verhältnis, Sterbehilfe

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