Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Wertepluralismus - Ethisches Dilemma - Juristische Konsequenzen? Positionen zur Patientenverfügung auf dem Prüfstand

Beginn: 21.1.2006, 10:00 -17:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Deutsches Hygiene-Museum
Marta-Fraenkel-Saal
Lingnerplatz 1
01069 Dresden

Referenten: Prof. Dr. Dietmar Mieth (Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Katholisch-Theologisches Seminar, Sachverständiger der Kommission) *** Klaus Kutzer (Bundesrichter a. D., Vorsitzender der interdisziplinären Arbeitsgruppe des Bundesministeriums der Justiz „Patientenautonomie am Lebensende“) *** Christine Eberle (Juristin, Deutsche Hospiz Stiftung) *** Kristine Weber-Hassemer (Vorsitzende des Nationalen Ethikrates) *** Prof. Dr. med. em. Klaus Dörner (em. Prof. für Psychiatrie, Hamburg) *** PD Dr. med. Dr. phil. Fuat S. Oduncu M. A. (European Master in Bioethics, Internist, Onkologe, Medizinethiker, Klinikum der Universität München, Medizinische Klinik – Innenstadt)

Weitere Informationen:
http://www.palliativakademie-dresden.de/PDF/Tagung_Patienten_2005.pdf

Kurzbeschreibung: Sterben ist ins Gerede gekommen, vor allem vor dem Hinter-grund der Möglichkeiten intensivmedizinischer Betreuung. Wenn die Grenze zwischen Leben und Tod von menschlichem Handeln abhängt, müssen Menschen Entscheidungen treffen. Verschiedene Formulierungen von Patientenverfügungen werden angeboten, um diese Entscheidungen, wenn sie not-wendig werden, im Sinne der Betroffenen zu beeinflussen. Bürger und Mitarbeiter aus medizinischen, pflegerischen und sozialen Berufen beklagen die Verwirrung, die durch die unterschiedlichen Diskussionen über den Umgang mit der Patientenverfügung entstanden ist.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen die Fragen: Welche Positionen gibt es überhaupt? Was ist ihnen gemeinsam, was trennt sie? Welche Auswirkung hat die Meinungsvielfalt für den Bürger? Wie wird mit der Diskrepanz der Positionen umgegangen? Welcher Vertreter steht für was?

Die derzeit bestimmenden Eckpunkte der Debatte in Deutschland werden durch die eingeladenen Experten und die von ihnen vertretenen Gremien repräsentiert.

Die anschließende Podiumsdiskussion wird der Frage nachgehen, ob ein Richter am Krankenbett das letzte Wort haben soll und ein Gesetz die einzig mögliche Antwort auf die Vielfalt an Wertvorstellungen am Lebensende ist.

Die Fachtagung bietet einem breiten Publikum, das alle beruflich und persönlich an dem Thema Interessierten einschließt, die Möglichkeit zu Information und Gespräch.

Wir freuen uns auf einen regen Gedankenaustausch.

Kontakt: Herr Christoph Wielepp
Friedrich-Ebert-Stiftung
Regionalbüro Dresden
Königstraße 6
01097 Dresden
Tel.: +49 - (0)351 - 8 04 68 03/04
Fax: +49 - (0)351 - 8 04 68 05
drnmail@fes.de
http://www.fes.de/

Veranstalter: Deutsches Hygiene-Museum, Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit Dresden gGmbH, Friedrich Ebert-Stiftung

Schlagworte: Ärztliches Ethos, Arzt-Patient-Verhältnis, Krankheit, Lebensende, Lebensverlängerung, Medizinische Ethik, Pflegeethik, Pfleger-Patient-Verhältnis

Artikelaktionen