Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Wartburgtagung: Krebsforschung der Zukunft als gesellschaftliche Herausforderung

Termin: 21.6.2006, 15:00 Uhr, bis 23.6.2006, 14:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Hotel auf der Wartburg

Referenten: Prof. Dr. Ing. habil. Dagmar Schipanski ( Präsidentin des Thüringer Landtages und Präsidentin der Deutschen Krebshilfe e.V.) *** Prof. Dr. med. Klaus Höffken ( Amtierender Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft) *** Prof. Dr. Otmar D. Wiestler ( Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftliches Mitglied des Stiftungsvorstandes des Deutschen Krebsforschungszentrums) *** Prof. Dr. Johannes Dichgans ( Ordentlicher Professor der Neurologie Tübingen) *** Prof. Dr. Paul Kleihues *** Prof. Dr. Peter Lichter ( Leiter der Abteilung Molekulare Genetik des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg) *** Prof. Dr. Rita K. Schmutzler ( Stiftungsprofessur für Molekulare Gynäko-Onkologie der Deutschen Krebshilfe an der Frauenklinik Köln) *** Prof. Dr. Reiner Anselm ( Inhaber des Lehrstuhls für Ethik an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen) *** Prof. Dr. mult. Nikolaus Knoepffler ( Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Ethik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena) *** Prof. Dr. Paul Herrling ( Head of Corporate Research Novartis AG) *** PPD. Dr. Dirk Jäger ( Leiter der Klinik für Medizinische Onkologie des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen der Universitätsklinik Heidelberg) *** Prof. Dr. Karl Blume ( Senior Cancer Research Program Advisor Stanford University) *** Prof. Dr. Jochen Taupitz ( Geschäftsführender Direktor des Institutes für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik an den Universitäten Heidelberg und Mannheim) *** Prof. Dr. Dr. Ludger Honnefelder (Bonn/Berlin) *** Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker ( Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft)

Weitere Informationen:
http://www.wartburgtagung.de/

Kurzbeschreibung: Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Jährlich erkranken nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts fast 400.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Nicht nur aufgrund dieser Fakten sondern auch vor dem Hintergrund des oftmals langen Leidenswegs der Patienten, zeigt sich die grundlegende Bedeutung der Krebsforschung für unsere Gesellschaft. In den letzten Jahren hat sich jedoch ein wesentlicher Wandel vollzogen. „Mit der Erkenntnis, dass genetische Veränderungen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Tumorerkrankungen spielen, verlagert sich der Schwerpunkt vieler Forschungsarbeiten nun zunehmend auf die Untersuchung menschlicher Tumorgewebe und menschlicher Tumorzellen.“ (Prof. Dr. Otmar Wiestler, Leiter des Deutschen Krebsforschungszentrums, Ärzte-Zeitung vom 05.11.2004). Er betont weiter die große Bedeutung der Stammzellforschung zur Entwicklung neuer Diagnose- und Therapieverfahren für Patienten mit Krebs. Den deutschen Krebsforschern ist es gelungen, in diesen Forschungsbereichen einen Spitzenplatz im internationalen Wissenschaftsmaßstab einzunehmen. Doch mit dem Fortschritt wissenschaftlicher Erkenntnisse in diesen Dimensionen ist immer auch eine Verschiebung ethische Grenzlinien verbunden. Auch die ethischen Fragestellungen in der wissenschaftlichen und ärztlichen Tätigkeit wandeln sich. Unwissenheit und Unsicherheit sind noch immer die Begleiter der öffentlichen Diskussion über molekulargenetische Krebsforschung und ihrer Risiken und Chancen für die Gesellschaft. Die Tagung möchte aufzeigen, welche Behandlungs- und Präventionsmaßnahmen in der Zukunft möglich werden und wie viel davon im Kliniksalltag tatsächlich umgesetzt werden kann und darf.

Kontakt: Frau Antje Klemm
Ethikzentrum
FSU Jena
Lehrstuhl für Angewandte Ethik
Zwätzengasse 3
07743 Jena
Tel.: +49 - (0)3641 - 94 58 06
Fax: +49 - (0)3641 - 94 58 02
antje.klemm@uni-jena.de
http://www.ethik.uni-jena.de/

Veranstalter: Deutsche Kebshilfe e.V., Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ), Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Ethikzentrum der Universität Jena

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Dagmar Schipanski ( Präsidentin des Thüringer Landtages und Präsidentin der Deutschen Krebshilfe), Prof. Dr. phil. Nikolaus Knoepffler (Ethikzentrum der Friedrich-Schiller-Universität Jena), Prof. Dr. Otmar Wiestler (Direktor des Deutschen Krebsforschungszentrums), Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker (Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft)

Schlagworte: Embryonale Stammzellen, Gentherapie, Gesundheitswesen, Krankheit, Lebensende, Lebensverlängerung, Medizinische Ethik

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