Titel: Kommerzialisierung des menschlichen Körper
Termin:
28.9.2006
bis 30.9.2006
Veranstaltungsort:
Mannheim
,
Deutschland
Weitere Informationen:
http://www.aem-online.de/aemaktuell/ca_jt2004.htm
Kurzbeschreibung:
Aufgrund der medizinisch-wissenschaftlichen Entwicklung spielt der Rohstoff Mensch eine immer größer werdende Rolle: Kaum ein Teil des menschlichen Körpers, der nicht medizinisch, wissenschaftlich oder kosmetisch genutzt werden kann. Gleichwohl sind der Ausschöpfung dieser Möglichkeiten offenbar ethische und rechtliche Grenzen gesetzt. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Frage, in welchem Umfang die Nutzung des menschlichen Körpers und seiner Teile mit finanziellen Aspekten verknüpft sein darf. So enthalten beispielsweise Art. 21 der Biomedizinkonvention des Europarates wie auch Art. 3 II lit. c der europäischen Grundrechtecharta ein ausdrückliches Kommerzialisierungsverbot. Nach beiden Vorschriften dürfen der menschliche Körper und seine Teile als solche nicht zur Erzielung von Gewinnen genutzt werden. Dabei sind allerdings der Grund und die Reichweite dieser und anderer Kommerzialisierungsverbote mehr als unklar. Fragen nach dem legitimen Ausmaß einer Kommerzialisierung des Menschen stellen sich zudem, wenn es um die Vermarktung des Menschen z.B. in der Werbung, in Sexmagazinen oder in gewissem Ausmaß auch bei der Ausübung gefährlicher Berufe oder bei der bezahlten Teilnahme an medizinischen Versuchen geht. Diese und andere Fragen sollen auf der Tagung interdisziplinär untersucht und ausgeleuchtet werden, und zwar auch in historischer und kulturvergleichender Perspektive. Der Schwerpunkt liegt bei medizinethischen Fragestellungen.
Kontakt:
Akademie für Ethik in der Medizin e.V.
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Veranstalter:
Akademie für Ethik in der Medizin e.V., Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim
Schlagworte:
Genforschung/-technik, Humanexperiment, Humangenetik, Organ-/Gewebetransplantation