Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Berliner Streitgespräche - Armut – ein wachsendes Krankheitsrisiko

Beginn: 30.5.2006, 19:30 -21:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Französische Friedrichstadtkirche
Gendarmenmarkt 5
Berlin-Mitte

Referenten: Simone Ehm (Ev. Akademie zu Berlin) *** Dr. Thomas Lampert (Robert Koch Institut, Berlin) *** Dr. Heidi Knake-Werner (Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz in Berlin) *** Carola Gold (Gesundheit Berlin) *** Prof. Dr. Rolf Rosenbrock (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Berlin) *** Rolf Stuppardt (Vorstandsvorsitzender des IKK-Bundesverbandes, Bergisch Gladbach) *** Dr. Adelheid Franz (Malteser Migranten Medizin, Berlin) *** Cordula Tutt (Journalistin, Berlin)

Weitere Informationen:
http://www.eaberlin.de/details.php?id=152

Kurzbeschreibung: Die soziale und gesundheitliche Lage von Bürgerinnen und Bürgern sind nicht voneinander zu trennen - das gilt in der Sozialmedizin als Binsenweisheit. Arme werden eher krank, sie sterben oft früher als Wohlhabende. Besonders betroffen sind Obdachlose, dann folgt die Gruppe der Erwerbslosen, Kinder aus armen Familien, Alleinerziehende, Migrantinnen und Migranten.

In den letzten Jahren hat sich diese Erkenntnis durchaus im öffentlichen Bewusstsein verankert. Es gibt eine Reihe von Initiativen, die die medizinische Versorgung von Menschen mit niedrigem sozialen Status gezielt fördern.
Zugleich jedoch belasten grundsätzliche gesundheitspolitische Entwicklungen sozial benachteiligte Gruppen besonders stark. Es wird immer mehr privatisiert. Immer häufiger müssen Zuzahlungen geleistet werden, mehr Eigenverantwortung wird eingefordert.

Insgesamt sind die gesundheitlichen Ungleichheiten in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. In Berliner Bezirken, wo sich soziale Probleme häufen, ist dies kaum zu übersehen.

Die Spitzenverbände der Krankenkassen begegnen dem Problem mit neuen Vorsorgekonzepten. Im Februar dieses Jahres haben sie ihren überarbeiteten Leitfaden zur Prävention vorgestellt. Im Mittelpunkt steht das Thema soziale Chancengleichheit.

Wie weit tragen bisherige und geplante Maßnahmen der Gesundheitsplanung für sozial Benachteiligte in Berlin?
Was geschieht auf der anderen Seite mit Menschen, die bereits aus dem Netz der Versorgung herausgefallen sind? Für welche Gruppen ist der Interventionsbedarf in der Hauptstadt besonders hoch?
Welche gesundheits- und gesellschaftspolitischen Konsequenzen müssen weiterhin gezogen werden, damit die Versorgung sozial Benachteiligter besser wird?

Wir laden Sie herzlich ein, mit Experten und Bürgern zu diskutieren!

Kontakt: Frau Belinda Elter
Evangelische Akademie zu Berlin
Charlottenstraße 53 - 54
10117 Berlin
Tel.: +49 - (0)30 - 20 35 54 07
Fax: +49 - (0)30 - 20 35 55 50
elter@eaberlin.de
http://www.eaberlin.de/

Veranstalter: Evangelische Akademie zu Berlin

Wissenschaftliche Leitung: Simone Ehm (Evangelische Akademie zu Berlin), Stephanie von Oppen (Bürgerforum Berlin e.V.),

Schlagworte: Gesundheitswesen

Artikelaktionen