Titel: Mein Haus, mein Auto, mein Tod. Sterbehilfe für Lebende - Lebenshilfe für Sterbende
Termin:
31.7.2006
Veranstaltungsort:
Leonhardstraße 18 - 20
52064 Aachen
Referenten: Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld (Institut für Wissenschaft und Ethik, Bonn) *** Anika Mitzkat (Pflegewissenschaftlerin, Fakultät für Medizin, Universität Witten-Herdecke) *** Rainer Beckmann (Richter, Würzburg, ´Mitglied der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" des Deutschen Bundestages in der 14. Wahlperiode (2000-2002)) *** Prof. Dr. Jean-Pierre Wils (Centrum voor Ethiek, Radboud Universiteit Nijmegen) *** Prof. Dr. Ulrich Lüke (Lehrstuhl für Systematische Theologie der RWTH Aachen) *** Dr. Klaus Maria Perrar (Klinik für Geriatrische Psychiatrie, Rheinische Landeskliniken Düren) *** Prof. Dr. Lukas Radbruch und Mitarbeiter (Lehrstuhl für Palliativmedizin der RWTH Aachen) *** Meike Andersen (Hospiz St. Christophorus, Mönchengladbach) *** Prof. Dr. Jörg Splett (Offenbach, Lehrbeauftragter Professor der Hochschule für Philosophie München)
Weitere Informationen:
http://www.kirche-im-bistum-aachen.de/kiba/opencms/traeger/0/bischoefl ...
Ist es also an der Zeit, die Bewertung der Sterbehilfe und den gesellschaftlichen Umgang mit ihr zu verändern? Welche Motive spielen eine entscheidende Rolle, wenn Menschen die aktive Beendigung des Lebens als einen angemessenen und würdigen Akt ansehen?
Die Angst vor Leiden und Schmerzen ist sicher ein solches Motiv. Als Antwort darauf bemühen sich Hospizbewegung und Palliativmedizin um die Linderung dieser Leiden. Die Schmerztherapie hat große Fortschritte gemacht. Andererseits sind diese Erkenntnisse noch nicht überall angekommen.
In einer älter werdenden Gesellschaft nimmt die Zahl dementer und anderer pflegebedürftiger Menschen zu. Welche Rolle spielt die Aussicht, selbst einmal dement und pflegebedürftig zu werden? Man hört nicht selten, ein solches Leben sei würdelos. Steckt hinter einer solchen Aussage in erster Linie die Befürchtung, nicht angemessen gepflegt zu werden, oder ist es eher die Vorstellung, die Selbstbestimmung zu verlieren?
Das wachsende Interesse an Patientenverfügungen, bis hin zu den Bestrebungen, deren Reichweite gesetzlich zu regeln, ist vielleicht ein Hinweis auf den gestiegenen Stellenwert der Selbstbestimmung für den Einzelnen.
Ist der Wunsch, Sterbehilfe in Zukunft liberaler zu handhaben, also nur die Konsequenz aus einem radikal ernst genommenen Selbstbestimmungsrecht des Menschen oder muss er vor allem als Hinweis auf Missstände in unserer Gesellschaft verstanden werden, denen es entschlossen zu begegnen gilt? Diesen Fragen geht unsere Ferienakademie nach.
Kontakt:
Frau Esther Schäffter
Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen
Leonhardstraße 18 - 20
52064 Aachen
Tel.:
+49 - (0)241 - 4 79 96 29
Fax: +49 - (0)241 - 4 79 96 10
esther.schaeffter@bistum-aachen.de
http://www.bischoefliche-akademie-ac.de/
Veranstalter: Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen
Wissenschaftliche Leitung: Dr. Georg Souvignier (Aachen)
Schlagworte: Ärztliches Ethos, Arzt-Patient-Verhältnis, Lebensende, Palliativbehandlung, Pflegeethik, Pfleger-Patient-Verhältnis, Sterbehilfe