Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Ethik (in) der pharmazeutischen Industrie: Welchen Interessen dient die Arzneimittelforschung?

Termin: 6.11.2006, 16:00 Uhr, bis 8.11.2006, 12:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Evangelische Akademie Loccum
Münchehäger Straße 6
31547 Rehburg-Loccum

Referenten: Dirk Weller (Köln) *** Dr. Andreas Dally (Loccum) *** Dr. Christa Wewetzer (Hannover) *** Dr. Christiane Fischer (Bielefeld) *** Dr. Eva Susanne Dietrich (Hamburg) *** Dr. Hans-Joachim Weber (Bad Homburg) *** Dr. Jens Gobrecht (Genf, Schweiz) *** Dr. Jutta Hundertmark-Mayser (Berlin) *** Dr. Kathrin Schaudig (Hamburg) *** Dr. Katrin Janhsen (Bremen) *** Dr. Marcel Mangen (Neuss) *** Dr. Nick Schulz-Solce (Bad Homburg) *** Dr. Thomas Sudhop (Bonn) *** Dr. Wolfgang Dankert (Hannover) *** Helmut Schröder (Bonn) *** Joachim Roscher (Berlin) *** Kai Weller (Berlin) *** Malte Erbrich (Brüssel, Belgien) *** Martina Dörmann (Berlin) *** Prof. Dr. Bruno Müller-Oerlinghausen (Berlin) *** Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Schwartz (Hannover) *** Prof. Dr. Gert Gutjahr (Mannheim) *** Thomas Isenberg (Berlin) *** Tobias Luppe (Berlin)

Weitere Informationen:
http://www.loccum.de/program/p0661.html

Kurzbeschreibung: "Wer mit Arzneimitteln Geld verdient, gilt vielen Menschen als ausgesprochen verdächtig. Allerdings ändert sich diese ablehnende Haltung sofort, sobald ein Mensch dringend Medikamente benötigt" (Klaus Welzel, Eli Lilly)

Die pharmazeutische Industrie steht in der Kritik. In weiten Teilen der Bevölkerung haben die Pharmakonzerne den Ruf, systematisch ihr Streben nach finanziellem Gewinn über die Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen. So werden z.B. die Marktpreise der bedeutenden Medikamente immer wieder als überhöht gebrandmarkt und das geringe Interesse, Medikamente für seltene Krankheiten und andere finanziell wenig lukrative, obgleich volksmedizinisch bedeutsame, Arzneimittel zu entwickeln, bemängelt. Der Forschung wird zum Teil vorgeworfen, der Öffentlichkeit unerwünschte Ergebnisse klinischer Studien vorzuenthalten und für unerwünschte Arzneimittelneben- und Wechselwirkungen mit verantwortlich zu sein.

Demgegenüber klagt die pharmazeutische Industrie über ständig wachsende bürokratische Hürden für die Entwicklung und Zulassung neuer Medikamente und über ungenügende finanzielle Unterstützung ihrer Forschung durch öffentliche Gelder.

Namhafte Unternehmen der Pharmabranche sind heute offenkundig bestrebt, sich der - auch in der Ärzteschaft - verbreiteten Kritik zu stellen und eine öffentliche Diskussion über die ethischen Implikationen und Perspektiven ihrer Aktivitäten zu suchen.

Mit dieser Tagung bieten wir hierfür ein Forum und laden Sie herzlich zur Teilnahme ein.

Kontakt: Herrn Dr. Andreas Dally
Evangelische Akademie Loccum
Postfach 21 58
31545 Rehburg-Loccum
Tel.: +49 - (0)5766 - 8 11 08
Fax: +49 - (0)5766 - 8 19 00
Andreas.Dally@evlka.de
http://www.loccum.de/

Veranstalter: Evangelische Akademie Loccum, In Zusammenarbeit mit dem ZfG Zentrum für Gesundheitsethik, Mit Unterstützung der AOK Die Gesundheitskasse

Wissenschaftliche Leitung: Tagungsleitung: Dr. Andreas Dally (Loccum), Dr. Christa Wewetzter (Zfg), Dr. Fritz Erich Anhelm (Loccum)

Schlagworte: Pharmazeutik

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