Titel: Organ- und Gewebetransplantation. 10 Jahre Transplantationsgesetz Resümee und Reformbedarf
Termin:
27.4.2007
Veranstaltungsort:
Hotel und Tagungszentrum
der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Knochenhauerstraße 33
30159 Hannover
Referenten: Burkhard Tapp (BDO Bundesverband der Organtransplantierten e.V.) *** Dr. Dipl. Biol. Thomas Breidenbach (Klinikum Augsburg) *** Dr. Hans Neft (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, München) *** Dr. Heide Hollmer (Kiel) *** Dr. Lars Christoph Nickel (Bundesministerium für Gesundheit, Berlin) *** Dr. Ralph Charbonnier (Zentrum für Gesundheitsethik, Hannover) *** Erika Feyerabend (Journalistin, Essen) *** Jun. Prof. Dr. Peter Dabrock, M.A. (Philipps-Universität Marburg) *** PD Dr. Dietmar Mauer (Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), Mainz) *** PD Dr. Martin Laube (Evangelische Akademie Loccum) *** PD Dr. Stephan Rixen (Universität zu Köln) *** Pfarrer Günter Jochum (Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus gGmbH, Siegen) *** Prof. Dr. Dr. Eckhard Nagel (Universität Bayreuth und Klinikum Augsburg) *** Prof. Dr. Gerhard Aigner (Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, Wien) *** Prof. Dr. Hans Lilie (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) *** Prof. Dr. Hauke Lang (Universitätsklinikum Essen) *** Prof. Dr. Jürgen Klempnauer (Medizinische Hochschule Hannover) *** Prof. Dr. Ulrich Martin (Leibniz Forschungslaboratorien für Biotechnologie und künstliche Organe, Hannover und Medizinische Hochschule Hannover) *** Prof. Dr. Ulrich Schroth (Ludwig-Maximilians-Universität München) *** Prof. em. Dr. Jan Beckmann (Fern-Universität Hagen)
Weitere Informationen:
http://www.loccum.de/programm/p0716.html
Auf der einen Seite hat das Gesetz den drückenden Organmangel nicht beheben können; die Situation hat sich sogar noch verschärft. Die Spendenbereitschaft ist zurückhaltend, die Indikation zur Organtransplantation wächst. Demzufolge gewinnen Fragen nach den Bedingungen der Organentnahme, nach möglichen Anreizen zur Organspende und nach den Kriterien für die Organverteilung erneut an Bedeutung.
Auf der anderen Seite hat die Transplantationsmedizin in den vergangenen Jahren stürmische Fortschritte gemacht, die nicht nur den Regelungshorizont des Transplantationsgesetzes überschreiten, sondern auch die ethische Problemlage von Grund auf verschieben. Im Mittelpunkt steht dabei die stark wachsende Bedeutung der Gewebetransplantation. Zudem beschränkt sich die Gewebemedizin keineswegs nur auf die Entnahme, Lagerung und Übertragung verschiedener Gewebearten; die entscheidenden Fortschritte liegen vielmehr in der Aufbereitung oder gar Züchtung menschlichen Gewebes.
Die Bundesregierung hat mittlerweile den Entwurf für ein Gewebegesetz vorgelegt, um den neuartigen Regelungserfordernissen nachzukommen. Die darin vollzogene Unterstellung des menschlichen Gewebes unter das Arzneimittelgesetz ist allerdings umstritten und wird kontrovers diskutiert.
Die Tagung soll dazu dienen, zehn Jahre nach Inkrafttreten des Transplantationsgesetzes Bilanz zu ziehen, offene Problemfelder zu benennen und Reformvorschläge zu prüfen. Dazu laden wir Sie herzlich ein.
Kontakt:
Herr Dr. Martin Laube
Evangelische Akademie Loccum
Postfach 21 58
31545 Rehburg-Loccum
Tel.:
+49 - (0)5766 - 8 11 31
Fax: +49 - (0)5766 - 8 19 00
martin.laube@evlka.de
http://www.loccum.de/
Veranstalter: Evangelische Akademie Loccum in Kooperation mit dem Zentrum für Gesundheitsethik, Hannover
Wissenschaftliche Leitung: PD Dr. Martin Laube
Schlagworte: Embryonale Stammzellen, Embryonenforschung, Medizinische Ethik, Organ-/Gewebetransplantation