Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Spätabbrüche. Praktische, ethische und rechtliche Herausforderungen im Schwangerschaftskonflikt

Termin: 30.5.2007, 13:00 Uhr, bis 31.5.2007, 14:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Hanns-Lilje-Haus
Knochenhauerstraße 33
30159 Hannover

Referenten: Dr. theol. Hermann Barth (Hannover) *** Dr. theol. Ralph Charbonnier (Hannover) *** Prof. Dr. jur. Gunnar Duttge (Göttingen) *** Barbara Ernst (Göttingen) *** Prof. (em.) Dr. med. Hermann Hepp (München) *** Prof. Dr. med. Peter Hillemanns (Hannover) *** Dr. med. Dipl.-Soz. Tanja Krones (Marburg) *** Dr. med. Friedmar Kreuz (Berlin) *** Caren Marks (Berlin) *** Hedwig Ratering (Hannover) *** Ilona Renner (Köln) *** Prof. Dr. med. Karl-Werner Schweppe (Westerstede) *** Dr. med. Robin Schwerdtfeger (Hannover) *** Dr. phil. Alfred Simon (Göttingen) *** Dipl.-Psych. Kirsten Wassermann (Bonn) *** Dr. med. Martina Weiß (Hannover) *** Dr. med. Thela Wernstedt, M.A. (Hannover) *** Dipl.-Soz.Arb. Marlis Winkler (Hannover)

Weitere Informationen:
http://www.evlka.de/zfg/images/FlyerSpaetabbrueche.pdf

Kurzbeschreibung: Schwangerschaftsabbrüche nach der 24. Schwangerschaftswoche – sog. Spätabbrüche - stellen für alle Beteiligten eine besondere emotionale Belastung dar: Für die Schwangere kann der Abbruch zu einer schweren psychischen Krise führen, da in dieser fortgeschrittenen Phase der Schwangerschaft bereits eine enge Beziehung zwischen Mutter und Kind bestehen kann und die Schwangerschaft in den meisten Fällen gewollt ist. Für die beteiligten Ärztinnen und Ärzte, Hebammen und Pflegenden ergeben sich besondere emotionale, rechtliche und ethische Probleme dadurch, dass sich intuitiv der Schutzanspruch eines ungeborenen Kindes nicht grundlegend von demjenigen eines geborenen Kindes unterscheidet. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte stehen vor der zusätzlichen Schwierigkeit, bei gegebener Indikation zum späten Schwangerschaftsabbruch nach Einleiten des Geburtsvorganges und der Geburt ein lebensfähiges Kind am Leben erhalten zu müssen, das eigentlich nicht geboren werden sollte, oder es vor der Geburt zu töten (Fetozid) und damit gegen das allgemeine Tötungsverbot zu verstoßen. Wie in solchen Situationen trotzdem eine moralisch tragfähige, rechtlich gesicherte und transparente Entscheidung getroffen und wer an der Entscheidungsfindung mit welchen Kompetenzen beteiligt werden kann, soll auf dieser Tagung diskutiert werden.

Die Tagung wendet sich vor allem an Ärztinnen und Ärzte, Mitarbeitende der psychosozialen Schwangerschaftskonfliktberatung, an in der Pflege Tätige, Hebammen, an Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie an alle, die an diesen Fragen interessiert sind.

Wir laden Sie herzlich ein, sich an diesen Diskussionen zu beteiligen!

Kontakt: Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG)
Evangelische Akademie Loccum
Knochenhauerstraße 33
30159 Hannover
Tel.: +49 - (0)511 - 1 24 14 96
Fax: +49 - (0)511 - 1 24 14 97
zfg@evlka.de
http://www.zfg-hannover.de/

Veranstalter: Zentrum für Gesundheitsethik an der Evangelischen Akademie Loccum, Medizinische Hochschule Hannover, Diakonisches Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Christa Wewetzer (Zentrum für Gesundheitsethik, Hannover), Marlis Winkler (Diakonisches Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers), Dr. Thela Wernstedt (Medizinische Hochschule Hannover)

Schlagworte: Fortpflanzungsmedizin, Schwangerschaftsabbruch

Artikelaktionen