Titel: Ethik-Kommissionen. Wie die Forschung kontrolliert wird.
Termin: 26.11.2001 bis 27.11.2001
Veranstaltungsort:
Schlossstr. 2+4
82327 Tutzing
Damit er in den richtigen Bahnen bleibt, werden Kommissionen eingesetzt,
die für die Sicherheit und ethische Verträglichkeit der neuen Techniken
sorgen sollen. Doch manchmal geht das schief. der 18jährige Jesse Gelsinger
kam im September 1999 bei einer Gentherapie-Studie ums Leben, die nie
hätte genehmigt werden dürfen. Trotzdem trug sie das Gütesiegel der
höchsten US-amerikanischen Ethik-Kommission. Neueste wissenschaftliche
Studien zeigen, dass die Unabhängigkeit dieser Gremien in den USA sehr
oft nicht gewährleistet ist. Jesses Vater Paul Gelsinger wird in Tutzing
anwesend sein und von seinen Erfahrungen berichten.
Im Mai 2001 hat die Bundesregierung einen Nationalen Ethikrat einberufen.
Die neuen Räte sollen sowohl das Kabinett als auch den Bundestag in
Gentechnik-Fragen beraten. Was soll in Deutschland anders gemacht werden?
Wie verlässlich und unabhängig arbeiten deutsche Ethik-Experten? Wie wird
in einer Expertenkultur die demokratische Idee gewahrt? Wie können nationale
Kommissionen auf die international bestimmten Gentechnik-Märkte reagieren?
Und: Wie fügt sich der nationale Ethikrat in die bunte Landschaft der lokalen
Ethik-Kommissionen bei deren Arbeit mit Patienten und Angehörigen in den
Kliniken ein? Könnte es einen "Fall Gelsinger" auch in Deutschland geben?
Diese Fragen werden im Lauf der Tagung zusammen mit Mitgliedern verschiedener
Ethik-Kommissionen von lokaler bis nationaler Ebene diskutiert werden.
Kontakt:
Ulrich Dettweiler
Tel.: 089 / 55 95 - 609
Fax: 089 / 55 95 - 608
dettweiler@elkb.de
http://www.ev-akademie-tutzing.de/
Schlagworte: Genforschung/-technik, Medizinische Ethik, Wissenschaftsethik