Titel: 9th European Conference of National Ethics Committees (COMETH): "Bioethics in a democratic society"
Beginn:
23.5.2007
Veranstaltungsort:
Leibniz-Hall
Markgrafenstrasse 38
10117 Berlin-Mitte
Referenten: Dr Claude Longchamp (Swiss Society for Applied Social Research GfS, Bern, Switzerland) *** Dr Paula Martinho da Silva (National Ethics Council for Life Sciences CNECV, Portugal) *** Mr Jean-Michel Baer (Science, Economy and Society, European Commission, Brussels, Belgium) *** Mr Lutz Diwell (Federal Ministry of Justice - Secretary General of the Council of Europe, Strassbourg, France) *** Ms Kristiane Weber-Hassemer (German National Ethics Council, Berlin, Germany) *** Prof. Berna Arda (Ethics Committee of Turkish Medical Association, Ankara, Turkey) *** Prof. Claude Huriet (International Bioethics Committee, UNESCO, France) *** Prof. Daniel Tarschys (Cometh) *** Prof. Elmar Doppelfeld (Steering Committee on Bioethics (CDBI), Council of Europe, Strassbourg, France) *** Prof. Givi Javashvili (National Council on Bioethics, Tbilisi, Georgia) *** Prof. Göran Hermerén (European Group on Ethics) *** Prof. Holger Wormer (Science Journalism, University of Dortmund, Germany) *** Prof. Jean Claude Ameisen (National Consultative Ethics Committee, France) *** Prof. Karl Zilles (Institute of Medicine at the Research Center Juelich, Germany) *** Prof. Knut Ruyter (National Committee for Medical Research Ethics, Oslo, Norway) *** Prof. Zoreslava ShkiryakNyzhnyk (Ukrainian Bioethics Committee, Academy of Medical Sciences, Kiev, Ukrania)
Weitere Informationen:
http://www.ethikrat.org/conf/cometh/
Diese Tagungen sind nicht öffentlich.
Die in den letzten Jahrzehnten zu verzeichnenden rasanten Fortschritte insbesondere im Bereich der Lebenswissenschaften und die zunehmende Internationalisierung der Forschung machen es erforderlich, dass man sich nicht nur im Rahmen der nationalen Gesetzgebungen, sondern auch länderübergreifend über ethische Standards der Forschung verständigt. Seit den 1980er-Jahren sind in vielen Ländern Europas nationale Ethikkomitees etabliert worden, deren Aufgabe überwiegend in der Politikberatung, der Förderung des öffentlichen Diskurses sowie dem Erfahrungsaustausch und der Zusammenarbeit mit anderen nationalen Ethikgremien besteht. Die multilaterale, europaweite Verständigung hat in den vergangenen 15 Jahren zunehmend an Dynamik gewonnen. Vorreiter des internationalen Diskurses ist die COMETH, die vom Europarat einberufene Konferenz nationaler Ethikkomitees, die erstmals im Jahr 1992 in Madrid tagte. Eine weitere Plattform des länderübergreifenden Erfahrungsaustauschs ist das NEC-Forum der Mitgliedsstaaten der EU, das seit 2003 in halbjährlichem Rhythmus zu Beratungen zusammenkommt.
Auf der Tagesordnung der 9. Konferenz Nationaler Ethikkomitees (COMETH) am 23. Mai steht die Frage nach der Rolle der Ethikberatungsgremien in demokratischen Gesellschaften in Theorie und Praxis. Turnusgemäß steht außerdem die Wahl des neuen Vorsitzenden der COMETH an.
Am 24. und 25. Mai kommen jeweils die Vorsitzenden und Sekretäre der Ethikräte aus den EU-Mitgliedsstaaten zum 9. NEC-Forum zusammen. Sie tauschen sich über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Europäischen Forschungsraum und unter den Bedingungen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms aus. Im Mittelpunkt des größten Vortrags- und Diskussionsblocks steht das Thema Governance and Ethics. Zum einen wird der Wissenschaftler in seiner Doppelrolle als Forscher und Unternehmer in den Blick genommen und zum anderen tauschen sich die Teilnehmer über die Auswirkung unterschiedlicher nationaler Gesetzgebungen auf die Praxis der künstlichen Befruchtung und Fragen des Enhancements aus.
Im Rahmen der dreitägigen Konferenz finden auch Treffen von COMETH und NEC-Forum, EGE und NEC-Forum sowie EGE und Nationalem Ethikrat statt. Gegenstand der Beratungen von COMETH und NEC-Forum sind Fragen der Hirnforschung und der Grenzen naturwissenschaftlicher Deutungen menschlichen Denkens und Handelns sowie die Grenzziehung zwischenmedizinischen und sozialen Problemen. Anders als COMETH und NEC-Forum ist die EGE keine Plattform nationaler Ethikkomitees, sondern das Ethikberatungsgremium der Europäischen Kommission. Ihre Mitglieder sind keine Gesandten ihrer Länder, sondern werden als Sachverständige ad personam vom Präsidenten der Europäischen Kommission ausgewählt. Im Mittelpunkt der Beratungen von EGE und NEC stehen Fragen der wissenschaftlichen Integrität und des wissenschaftlichen Publizierens. In Gesprächen mit dem Nationalen Ethikrat werden Fragen der Organtransplantation und des Organmangels sowie der Biobanken diskutiert.
Kontakt:
Frau Andrea Weichert
International relations and working groups
German National Ethics Council
c/o Berlin-Brandenburg Academy of Sciences
Jaegerstrasse 22 - 23
10117 Berlin
Tel.:
+49 - (0)30 - 20 37 06 31
Fax: +49 - (0)30 - 20 37 02 52
weichert@ethikrat.org
http://www.ethikrat.org/
Schlagworte: Ethik-Kommissionen