Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Patientenrechte - Schutz vor Schaden

Termin: 13.6.2007, 10:00 Uhr, bis 14.6.2007, 16:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2 - 4
82327 Tutzing

Referenten: Andreas Fuchs (Dresden) *** Dr. Christian Thomeczek (Berlin) *** Dr. Christoph Meier (Tutzing) *** Dr. Eva Winkler (München) *** Dr. Hans Wille (Bremen) *** Dr. Horst Seithe (Nürnberg) *** Dr. Johanna Preuß (Bonn) *** Dr. Monika Dorfmüller (München) *** Dr. Ralf J. Jox (München) *** Dr. Thela Wernstedt (Hannover) *** Emmeram Raßhofer (München) *** Hilde Schulte (Köln) *** MinR Dr. Hiltrud Kastenholz (Bonn) *** PD Dr. Kurt Laederach (Bern, Schweiz) *** Prof. Dr. Dieter Conen (Aarau, Schweiz) *** Prof. Dr. Dieter Hart (Bremen) *** Prof. Dr. Stella Reiter-Theil (Basel, Schweiz) *** Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig (Berlin) *** Renate Bock (München) *** Sabine Just (Ulm) *** Sibylle Herbert (Köln) *** Sibylle Storkebaum (München)

Weitere Informationen:
http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/programm/detail.php3?part=detai ...

Kurzbeschreibung: Du sollst nicht schaden! Patientinnen und Patienten möchten ihren Ärztinnen und Ärzten, Pflegenden, und anderen, die sie begleiten, voll vertrauen. In aller Regel können sie dies auch; zerstörtes Vertrauen oder gar offener Streit sind in therapeutischen wie pflegerischen Beziehungen eher die Ausnahme. Aber Probleme, Belastungen und auch Irrtümer sind nicht völlig vermeidbar; mancher Schaden ist schwer zu erkennen oder zuzuordnen. Kranke können in große Not geraten, wenn sie mit ihrem Problem allein gelassen werden. Insbesondere für Fälle, in denen sie sich durch Behandlung geschädigt fühlen oder tatsächlich geschädigt worden sind, muss es Rechte und Regeln geben, nach denen zunächst der Sachverhalt aufgeklärt und danach gegebenenfalls Ausgleich oder Wiedergutmachung festgestellt werden. Dies muss aber keineswegs immer eine gerichtliche Auseinandersetzung bedeuten. Offenheit und Verständigung, gerade auch bei unerwünschten Behandlungsergebnissen oder Fehlern, dienen der Pflege von Vertrauen mehr als das Totschweigen der Probleme.

Aber wie überall, so ist es insbesondere im medizinischen und pflegerischen Bereich besser, unerwünschten Ereignissen, Fehlern und Schäden vorzubeugen als solche hinterher – meist mehr schlecht als recht – zu reparieren. Vorsorgende Patientensicherheit ist deshalb ein wichtiges Thema geworden. Dabei sind Rechte, Regeln und vorbeugende Maßnahmen, die zum Schutz vor Schaden beitragen, noch wichtiger als solche, die der Regulierung eingetretener Schäden dienen.

Um solchen Schutz vor Schaden und die Vorbeugung vor Risiken soll es beim diesjährigen Patientenforum Medizinethik gehen, das die Evangelische Akademie Tutzing in Kooperation mit dem Institut für Medizinrecht der Universität Bremen und dem Institut für Medizinethik der Universität Basel durchführt. Welche Rechte, Regeln und Maßnahmen gibt es dazu schon? Wie steht es um deren Verwirklichung im medizinischen, pflegerischen und gesundheitspolitischen Alltag? Wo gibt es Defizite und wie könnten oder sollten diese vermindert werden? Welche Verbesserungen werden bereits diskutiert oder erprobt, welche sollten in die Diskussion gebracht werden – zum Beispiel ausgehend von dieser Tagung? Den Rahmen des Ganzen bilden die in vielen Bereichen des Gesundheitswesens und nicht zuletzt auch in der Gesundheitspolitik zunehmend geführte grundsätzliche Diskussion um Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung sowie die aufstrebende Patientensicherheitsbewegung.

Wir laden PatientInnen, Angehörige, ÄrztInnen, Pflegekräfte, andere in der Krankenversorgung Aktive, JuristInnen, VertreterInnen der Ethik, in der Administration Tätige und alle sonst Interessierten herzlich nach Tutzing ein.

Kontakt: Frau Doris Brosch
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2 - 4
82327 Tutzing
Tel.: +49 - (0)8158 - 25 11 25
Fax: +49 - (0)8158 - 99 64 24
brosch@ev-akademie-tutzing.de
http://www.ev-akademie-tutzing.de/

Veranstalter: Evangelische Akademie Tutzing

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Christoph Meier (Evangelische Akademie Tutzing), Prof. Dr. Dieter Hart (Universität Bremen), Prof. Dr. Stella Reiter-Theil (Universität Basel)

Schlagworte: Gesundheitswesen, Medizinische Ethik

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