Titel: Sterbehilfe - 3. Medizinethik-Filmtag
Termin:
18.5.2001
Veranstaltungsort:
Eschersheimer Landstr. 122
Frankfurt am Main
den USA, der Schweiz und nicht zuletzt in den Niederlanden wurde und wird
heftigst und kontrovers über gesetzliche Regelungen der aktiven Sterbehilfe
gestritten. Wenn nach einer aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie
Allensbach in der BRD 64 % der Westdeutschen und sogar 80 % der Ostdeutschen
der aktiven Sterbehilfe auf Verlangen zustimmen, dann liegt die Vermutung
nahe, dass ein Streit um das Für und Wider strafrechtlicher Verbote auch an
wichtigen Aspekten vorbeigehen kann: An den Sorgen und Ängsten von
Menschen, ebenso wie an ihren Wünschen und Hoffnungen.
Ob für dieses tiefere Verständnis die Kunst, speziell das Medium Film
hilfreich sein kann, wollen wir beim 3. Medizinethik-Filmtag näher betrachten.
Dabei werden wir der Frage nachgehen, welche besondere Rolle das Thema
Sterbehilfe in der Film- und Fernsehgeschichte bis heute gespielt hat, um
anschließend über einen ZDF-Film zu diskutieren, der im Rhein-Main-Gebiet
gedreht wurde und bei der Erstausstrahlung einiges Aufsehen erregte. So
wirft die filmische Inszenierung der Sterbehilfe-Diskussion u.a. die Frage auf,
welche Geschichten erzählt und welche Aspekte (bewusst) verschwiegen
werden, ob dem Zuschauer eine Meinung dargestellt wird oder er/sie sich selbst eine
bilden soll. Können und wollen (Spiel-)Filme überhaupt ethische Diskurse und die
Suche nach Lösungswegen fördern, oder wollen sie "nur" unterhalten?
Zeitplan:
16:00 h: Begrüßung durch Volker Beck, Deutsche Krebsgesellschaft e.V, Frankfurt/Main
und Dr. Walter Baumann, Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Hessen
16.15 h: Sterbehilfe als Thema im (Spiel-)Film und in der Fernsehdokumentation; Prof.
Dr. phil. Hans-Jürgen Brandt, Pulheim, und Dr. theol. Kurt W. Schmidt, Zentrum für Ethik
in der Medizin Frankfurt/Main
18:00 h: Spielfilm "Mein Leben gehört mir", ZDF 2000
19:30 h: Kommentare zum Film/Podiumsdiskussion mit Dr. phil. Johann S. Ach (Sekretariat
der Enquête-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" beim Deutschen Bundestag in Berlin),
Volker Beck (Deutsche Krebsgesellschaft e.V. Frankfurt/Main), Prof. Dr. med. Eggert Beleites
(Präsident der Landesärztekammer Thüringen Jena), Dr. med. Angelika Berg (Evangelisches
Hospital für palliative Medizin, Frankfurt/Main), Akiko Hitomi (Drehbuchautorin, Berlin),
Jeantine Lunshof (Oberursel), Pastor Udo Schlaudraff (Göttingen), Caroline von Senden
(angefragt, Redakteurin beim ZDF Mainz), Norbert Walter (angefragt, Produzent U5 Filmproduktion Frankfurt/Main);
Moderation: Dr. phil Michael Emmrich (Frankfurter Rundschau) und Dr. theol. Kurt W. Schmidt (Zentrum
für Ethik in der Medizin)
tiefere Verständnis die Kunst, speziell das Medium
Kontakt:
Zentrum für Ethik in der Medizin (ZEM)
am Markus-Krankenhaus
Tel.: 069 / 95 33 - 25 55
Fax: 069 / 95 33 - 26 80
ZEMmarkus@aol.com
Veranstalter: Zentrum für Ethik in der Medizin (ZEM) am Markus-Krankenhaus, Deutsche Krebsgesellschaft e.V., Frankfurt/Main, Techniker-Krankenkasse, Evangelische Akademie Arnoldshain/Ts., Senckenbergisches Institut für Geschichte der Medizin, Frankfurt/Main
Schlagworte: Sterbehilfe