Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Das Kreuz mit den Stammzellen. Die Bedeutung kultureller und religiöser Traditionen für biopolitische Entscheidungen

Termin: 2.11.2007, 14:30 Uhr, bis 4.11.2007, 13:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V.
Schloßplatz 1 d
06886 Lutherstadt Wittenberg

Referenten: Dr. Abdullah Takim (Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.) *** Dr. Christa Wewetzer (Zentrum für Gesundheitsethik) *** Dr. Christine Hauskeller (Universität Exeter, UK) *** Dr. Filip Krepelka (Masaryk Universität, Brno, Tschechien) *** Dr. Tanja Krones (Philipps Universität Marburg) *** Dr. Thorsten Moos (Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt) *** Lars Reuter PhD STL (InigoCenter, Kopenhagen, Dänemark) *** Prof. Dr. Andrzej M. Kaniowski (Universität Lodz, Polen) *** Prof. Dr. Anna Wobus (Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, Gatersleben) *** Prof. Dr. Jan C. Joerden (Europa-Universität Viadrina Frankfurt, Oder) *** Prof. Dr. Josef N. Neumann (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) *** Prof. Dr. Klaus Tanner (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) *** Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn)

Weitere Informationen:
http://www.ev-akademie-wittenberg.de/downloads/programm2007-62-07.pdf

Kurzbeschreibung: Politische Diskussionen in modernen Demokratien finden vor dem Hintergrund einer Pluralisierung von Lebens- und Werthaltungen statt. Kompromisse müssen auch dort gefunden werden, wo starke und grundsätzliche Wertungen einander entgegenstehen – so etwa in der Debatte um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen, in der die Forderung nach einem unbedingten Würdeschutz für den menschlichen Embryo und die Forderung nach Forschungsfreiheit und Entwicklung neuer Therapien scheinbar unvermittelbar sind. Kulturell tief verwurzelte Anschauungen und religiöse Traditionen sind berührt und nehmen auch in säkularen Staatswesen Einfluss auf die Debatte und ihre Ergebnisse. Schon der Vergleich zwischen den Ländern Europas zeigt, dass vor dem jeweiligen Hintergrund kultureller und religiös-konfessioneller Prägungen die Debatten unterschiedlich verlaufen und zu verschiedenen Regelungen geführt haben. Diese Variationsbreite vergrößert sich im Zuge der europäischen Erweiterung noch und dürfte politische Entscheidungsprozesse auf europäischer Ebene zunehmend aufwändiger machen.

Die Tagung ist der Analyse kultureller und religiöser Prägekräfte in politischen Debatten gewidmet. Dabei wird die jüngst wieder aufgeflammte Stammzelldebatte in Deutschland im Vergleich mit Diskussionen in anderen europäischen Ländern untersucht. Der Schwerpunkt liegt hier auf den ost- und südosteuropäischen Ländern (Tschechien, Polen, Türkei), deren Debattenlagen hierzulande weniger bekannt sind, aber auf europäischer Ebene zunehmend an Einfluss gewinnen dürften.

Kontakt: Frau Kerstin Bogenhardt
Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V.
Schloßplatz 1 d
06886 Lutherstadt Wittenberg
Tel.: +49 - (0)3491 - 49 88 40
Fax: +49 - (0)3491 - 40 07 06
info@ev-akademie-wittenberg.de
http://www.ev-akademie-wittenberg.de/

Veranstalter: Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V., Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) / Arbeitskreis für Ethik und Wissenschaftstheorie der Medizin in Ostmitteleuropa, ZfG Zentrum für Gesundheitsethik

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Thorsten Moos (Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt), Dr. Christa Wewetzer (Zentrum für Gesundheitsethik), Prof. Dr. Jan C. Joerden (Arbeitskreis für Ethik der Medizin in Ostmitteleuropa)

Schlagworte: Embryonale Stammzellen, Embryonenforschung

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