Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Krankheit und Hoffnung

Termin: 16.11.2007, 18:00 Uhr, bis 18.11.2007, 12:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Evangelische Tagungsstätte Wildbad
Taubertalweg 42
91541 Rothenburg o.d.T.

Referenten: Dr. Christoph Meier (Evangelische Akademie Tutzing) *** Dr. Jürgen Bickhardt (Internist, Chefarzt em. am Kreiskrankenhaus Erding) *** Dr. Lars David Kellner (Arzt und Pianist, München) *** Dr. med. Eberhard Haas (Psychoanalytiker, Darmstadt) *** Dr. Sabine Prätor (Orientalische Philologie, Universität Erlangen) *** PD Dr. Stephan Sellmaier (Institut für Philosophie und Münchner Kompetenzzentrum Ethik (MKE), Ludwig-Maximilians-Universität München) *** Prof. Dr. Eike Uhlich (Chefarzt em. am Kreiskrankenhaus Hofheim, Mitarbeiter bei „Ärzte für die Dritte Welt“) *** Prof. Dr. Hans G. Ulrich (Theologische Fakultät, Universität Erlangen) *** Prof. Dr. Herbert Csef (Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Professor für Psychosomatik, Universität Würzburg) *** Prof. Dr. Michael Klessmann (Praktische Theologie, Kirchliche Hochschule Wuppertal) *** Rainer Gollwitzer (Krankenhauspfarrer, Aschaffenburg)

Weitere Informationen:
http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/programm/upload/1098.pdf

Kurzbeschreibung: Man darf die Hoffnung nicht zerstören! Mit dieser Begründung werden auch heute noch schwer erkrankte Menschen nicht selten unvollständig oder gar nicht über bedrohliche Diagnosen und damit möglicherweise verbundene Konsequenzen aufgeklärt. Man wiegt Betroffene auch dann noch in der Hoffnung auf Heilung, wenn medizinisch längst klar ist, dass eine solche nicht mehr möglich ist. Mit unrealistischen Hoffnungen aber ist niemandem gedient. Vielmehr ist gerade damit oft der Weg in Verzweiflung gepflastert, denn nach jeder enttäuschten großen Hoffnung wird es schwieriger, sich auf kleinere, aber realistische einzustellen und daraus Mut und Kraft zum Weiterleben mit begrenzter Perspektive zu schöpfen. In der Begegnung mit schwer kranken Menschen und für diese selbst ist es deshalb wichtig, von Anfang an – und im weiteren Verlauf der Erkrankung immer wieder neu – realistische Hoffnungsperspektiven zu erhalten bzw. zu erschließen.

Wie dies gehen und aus welchen Ressourcen dabei möglicherweise geschöpft werden kann, soll beim diesjährigen Medizin-Theologie-Symposion gefragt und diskutiert werden. Dabei ist als selbstverständlich vorausgesetzt, dass es keine allgemein – d.h. für alle beteiligten und betroffenen Menschen und für alle Situationen – gültigen Antworten geben kann. So verschieden die psychische Ausstattung von Menschen, ihr Zugang (oder auch Nicht-Zugang) zu religiösen bzw. im weiteren Sinne weltanschaulichen Dimensionen, ihre Bereitschaft und Fähigkeit zu offenem Gespräch und andere Eigenschaften mehr sind, so verschieden werden die Wege zum Erhalt bzw. zur Neueröffnung von Hoffnung in schwierigen Lebenslagen und so verschieden werden auch die Inhalte sein müssen, an denen sich solche Hoffnung konkret festmachen bzw. mit denen sie gefüllt werden kann.

Es kann bei der Tagung also nicht darum gehen, „Patentlösungen“ zu finden. Aber der Austausch von Erfahrungen – gerade auch sehr unterschiedlichen – kann Anregungen vermitteln, die bei der Bewältigung je eigener schwieriger Lebenssituationen, sei es im beruflichen Bereich als Helferin bzw. Helfer oder auch im persönlichen Umfeld bis hin zu eigenem Betroffensein, hilfreich sein, d.h. im Sinne des Tagungsthemas dazu beitragen können, Hoffnung zu erhalten bzw. neu zu eröffnen.

Wir laden alle an einem solchen Erfahrungs- und Gedankenaustausch Interessierten herzlich nach Rothenburg ein.

Kontakt: Frau Doris Brosch
Evangelische Akademie Tutzing
Schloss-Straße 2 - 4
82327 Tutzing am Starnberger See
Tel.: +49 - (0)8158 - 25 11 25 (Mo bis Fr: 09:00 - 12:00 Uhr)
Fax: +49 - (0)8158 - 99 64 24
brosch@ev-akademie-tutzing.de
http://www.ev-akademie-tutzing.de/

Veranstalter: Evangelische Akademie Tutzing

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Christoph Meier (Evangelische Akademie Tutzing)

Schlagworte: Ärztliches Ethos, Arzt-Patient-Verhältnis, Krankheit, Medizinische Ethik, Pfleger-Patient-Verhältnis

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