Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Die Seele und der Tod. Was sagt die Hirnforschung?

Termin: 18.1.2008, 17:00 Uhr, bis 19.1.2008, 18:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Evangelische Akademie im Rheinland
Haus der Begegnung
Mandelbaumweg 2
53177 Bonn

Referenten: Dr. Frank Vogelsang (Akademiedirektor, Evangelische Akademie im Rheinland) *** Dr. Christian Hoppe (Klinik für Epileptologie, Universität Bonn) *** Prof. Dr. W. F. Haupt (Universitätsklinik für Neurologie, Köln) *** Prof. Dr. med. Frank Stüber (Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Universitätsklinikum Bonn) *** Pfr. Elisabeth Lehmann (Krankenhausseelsorgerin, Köln) *** Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Günther Jakobs (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät, Universität Bonn) *** Prof. Dr. Linus S. Geisler (Mediziner, Gladbeck) *** Prof. Dr. Dieter Birnbacher (Philosophisches Institut, Universität Düsseldorf) *** PD Dr. Kirsten Huxel (Theologin, Tübingen) *** Prof. Dr. Birgit Heller (Institut für Religionswissenschaft, Kath.-Theologische Fakultät, Universität Wien)

Weitere Informationen:
http://www.ekir.de/akademie/akademie_index_Hirnforschung_Hirntod_Neuro ...

Kurzbeschreibung: Zum Forum Neuroethik

Das Forum Neuroethik findet jährlich an der Evangelischen Akademie im Rheinland statt und greift ethisch relevante Themen rund um die modernen Neurowissenschaften auf. Ethische Fragestellungen im Zusammenhang mit der Hirnforschung finden immer stärkere Beachtung in den Medien und Fachjournalen, und es ist unübersehbar, dass der gesellschaftliche Reflexionsbedarf in den nächsten Jahren weiter steigen wird. Neue Erkenntnisse über die Funktionen des Gehirns stellen weit verbreitete Vorstellungen über den Menschen in Frage und erweitern die technischen Möglichkeiten weit über die klinische Nutzung hinaus. Hirnforscher, Philosophen und Theologen treten in diesem Forum mit der Öffentlichkeit und mit Medienvertretern in einen offenen interdisziplinären Austausch. Die Beiträge der Tagungen werden jeweils in einem Tagungsband veröffentlicht.

Die Naturwissenschaften verändern durch ihre Erkenntnisse das in unserer Gesellschaft bisher herrschende Menschenbild. Dies gilt auch für die Frage von Leben und Tod. In den letzten Jahren hat sich für den Zeitpunkt des Todeseintritts die Definition des Hirntodes durchgesetzt. Damit ist das Kriterium, ob ein Mensch lebt oder ob er tot ist, von der Tätigkeit des Gehirns bestimmt. In der zweiten Veranstaltung der Reihe Forum Neuroethik, die von der Evangelischen Akademie im Rheinland in Kooperation mit der Bonner Universitätsklinik für Epileptologie durchgeführt wird, geht es um diese Definition des Todes in der Theorie und in der klinischen Praxis.

Früher galt der Tod als ein nahezu unverfügbares Geschehen. Es stellte aber nicht den ganzen Menschen in Frage, da zugleich eine Vorstellung von der Unsterblichkeit der Seele existierte. Wie wandelt sich das Menschenbild, wie wandelt sich unser Bild vom Tod angesichts der neuen Erkenntnisse der Neurowissenschaften? Wie reagieren christliche Theologie und andere Religionen auf die naturwissenschaftliche Vorstellung vom Tod?

Die Definition des Hirntodes muss weiterhin auf ihre Tauglichkeit in der klinischen Praxis hin befragt werden. Dabei geht es auch um die enge Verknüpfung der Todesdefinition mit den Anforderungen der Transplantationsmedizin.

Sie sind herzlich zu dieser Tagung eingeladen.

Kontakt: Frau Margis Korsch
Evangelische Akademie im Rheinland
Haus der Begegnung
Mandelbaumweg 2
53177 Bonn
Tel.: +49 - (0)228 - 9 52 32 01
Fax: +49 - (0)228 - 9 52 32 50
margit.korsch@akademie.ekir.de
http://www.ev-akademie-rheinland.de/

Veranstalter: Evangelische Akademie im Rheinland

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Frank Vogelsang (Ev. Akademie im Rheinland)

Schlagworte: Forschungsethik, Forschungsrecht, Hirnforschung, Hirntod, Lebensende, Medizinische Ethik, Organ-/Gewebetransplantation

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