Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Regenerative Medizin im Aufbruch

Beginn: 20.2.2008, 14:00 -18:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Hiroshimastraße 17
10785 Berlin-Tiergarten

Referenten: Dr. Michael Domitra (Friedrich-Ebert-Stiftung) *** Dr. Siegfried Throm (Geschäftsführer Forschung, Entwicklung und Innovation des VFA, Berlin) *** Prof. Dr. Klaus Burger (Leiter Koordination und Planung Klinische Forschung, Novartis Pharma GmbH, Sprecher der VFA-Unterausschusses Pharmakogenetik/-genomik, Nürnberg) *** Prof. Dr. Jürgen Hescheler (Direktor des Instituts für Neurophysiologie, Medizinische Fakultät Klinikum der Universität zu Köln) *** Prof. Dr. Andreas Zeiher (Direktor der Kardiologie, Zentrum für Innere Medizin, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt am Main) *** Dr. Dr. Wolfgang Rüdinger (Geschäftsführer Cytonet GmbH & Co. KG, Weinheim) *** Prof. Dr. Dr. Urban Wiesing (Institut für Ethik und Geschichte, Universität Tübingen) *** Rolf Stöckel, MdB (Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages, Berlin) *** Wolf-Michael Catenhusen (Staatssekretär a. D., Berlin)

Weitere Informationen:
http://fesportal.fes.de/pls/portal30/docs/FOLDER/STABSABTEILUNG/Flyer_ ...

Kurzbeschreibung: Die regenerative Medizin gilt als innovativer und zukunftsträchtiger Bereich der modernen Medizin. Sie ist ein neuer biomedizinischer Forschungsbereich, zu dem u. a. die Stammzellforschung, das Tissue Engineering (Züchten von Gewebe- und Zellverbänden) und die Einrichtung von Gewebebanken gehören.

In der medizinischen Forschung zählen Stammzellen schon seit einiger Zeit zu den großen Hoffnungsträgern. Die embryonalen Stammzellen haben die einmalige Fähigkeit, sich aus sich selbst heraus in alle möglichen anderen Zell- und Gewebetypen des menschlichen Körpers zu differenzieren. Für die Therapie bisher nur unzureichend behandelbarer Krankheiten macht man sich dieses enorme Regenerations- und Reparaturvermögen zu nutze. Die adulten Stammzellen werden bereits zur Therapie der Leukämie verwendet. Die Stammzell-Therapie könnte sich als neue Behandlungsmöglichkeit gerade bei schweren, bisher nicht oder nur unzulänglich behandelbaren Krankheiten (z. B. im Bereich der Herz-Kreislauferkrankungen, der Multiplen Sklerose u. a.) erweisen. Eine neue Option wird durch „induzierte“ pluripotente Stammzellen eröffnet, die vor wenigen Wochen erstmals aus ausgereiften Zellen des menschlichen Körpers gewonnen wurden.

Diese Veranstaltung, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung gemeinsam mit dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. ausgerichtet wird, soll Erfolge und offene Fragen auf dem Weg der Stammzell-Therapie von der Forschung zur klinischen Praxis in verschiedenen Anwendungsgebieten exemplarisch aufzeigen. Es geht zugleich um eine „Roadmap“, die die Anforderungen und nächsten Schritte aus der Sicht der medizinischen Forschung, der auf diesem Gebiet engagierten Akademia und Industrie, beschreiben soll. Hierbei sollen auch die politischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Implikationen auf dem Weg der Nutzung dieses Instruments in der Therapie und Gesundheitsvorsorge adressiert werden.

Kontakt: Frau Ilka Monheimius
Friedrich-Ebert-Stiftung
Stabsabteilung
Bereich: Bio- und Gentechnologie
Hiroshimastraße 17
10785 Berlin
Tel.: +49 - (0)30 - 26 93 58 47
Fax: +49 - (0)30 - 26 93 57 19
Ilka.Monheimius@fes.de
http://www.fes.de/biotech/

Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V.

Wissenschaftliche Leitung: Beate Martin (FES)

Schlagworte: Embryonale Stammzellen, Embryonenforschung, Forschungsethik, Forschungsrecht, Keimbahntherapie, Organ-/Gewebetransplantation

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