Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Der Mensch als Vorbild, Partner & Patient von Robotern. Bionik an der Schnittstelle Mensch-Maschine

Termin: 1.10.2008, 10:30 Uhr, bis 2.10.2008, 15:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Evangelische Akademie Loccum
Münchehäger Straße 6
31547 Rehburg-Loccum

Referenten: Dr. Monika CM Müller (Evangelische Akademie Loccum) *** Prof. Dr.-Ing. Dr. med. (habil.) Hartmut Witte (Technische Universität, Ilmenau) *** Prof. Dr. Armin Grunwald (Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Karlsruhe) *** Dipl.-Inf. Stefan Schiffer (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule, Aachen) *** Prof. Dr. Frank Kirchner (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Bremen) *** PD Dr. Michael Decker (Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Karlsruhe) *** Prof. Dr. Jutta Weber (Technische Universität, Braunschweig) *** Monika Borggrebe (Personalleitung, Augusta-Kranken-Anstalt, Bochum) *** Matthias Langer, Monika Kimmig und Wilma Falk (Maternus Altenheim GmbH & Co. KG, Langenhagen) *** Dr. Ilona Nord (Privatdozentin, Westfälische Willhelms Universität, Münster) *** Prof. Dr. Nicole Krämer (Universität Duisburg-Essen) *** MinR Dr. Matthias von Schwanenflügel (Bundesministerium für Gesundheit) *** Manfred Carrier (Diakonisches Werk der EKD) *** Carmen Gehring (Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Weitere Informationen:
http://www.loccum.de/programm/p0858.pdf

Kurzbeschreibung: Die Roboter kommen – und der Mensch steht für sie Modell. Die Bionik (Biologie und Technik) entschlüsselt u.a. die menschliche Anatomie und Informationsverarbeitung zur Konstruktion von (menschenähnlichen) Maschinen.

Ein Ziel der sozialen Robotik ist die Entwicklung autonomer, intelligenter, sozialer und emotionaler Roboter. Service- und Haushaltsroboter sollen Botendienste tun, Alte und Kranke pflegen, den Haushalt führen und Menschen als Gefährten dienen. Soziologen und Psychologen arbeiten daran, die Roboter menschengerechter zu machen und Menschen reagieren auf die programmierte Sozialität mit Verhaltensmustern, die sie im Umgang mit Menschen gewohnt sind. Wer das für pure Science Fiction und Forscherphantasien hält, ist nicht up to date. Aibo, Pleo, Paro und weitere Roboterkollegen sind schon da. Auch in deutschen Seniorenheimen kuscheln alte Menschen bereits mit sogenannten Zuwendungsrobotern. Die inzwischen schon berühmte Roboterrobbe Paro ist eine Tagungsteilnehmerin.

Wie weit ist die Forschung wirklich? Was ist das Ziel? Wie menschenähnlich werden die Maschinen zukünftig sein? Welche Erwartungen und Ängste verbinden Menschen mit diesen Artefakten? Delegieren wir hohen sozialen Aufwand (Kinder, Kranke, Alte) zukünftig an Maschinen? Welche Auswirkungen haben die Mensch-Maschine-Inter-aktionen auf unser gesellschaftliches Miteinander? Wie verändern soziale, emotionale (humanoide) Roboter unser Menschenbild? Überwiegt Faszination oder Furcht?

Wissenschaftler, Wissenschaftsforscher, Anwender, Theologen, Sozialpsychologen und Politiker referieren über Realität und Visionen, Theorie und Praxis der prosperierenden Bionik und Robotik und diskutieren Grenzfragen.

Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion dieser Fragen zu beteiligen.

Kontakt: PD Dr. Monika CM Müller
Evangelische Akademie Loccum
Postfach 21 54
31545 Rehburg-Loccum
Tel.: +49 - (0)5766 - 8 11 08
Fax: +49 - (0)5766 - 8 19 00
monika.mueller@evlka.de
http://www.loccum.de/

Veranstalter: Evangelische Akademie Loccum

Wissenschaftliche Leitung: PD Dr. Monika CM Müller (Tagungsleiterin), Dr. Fritz Erich Anhelm (Akademiedirektor)

Schlagworte: Technikethik, Technikfolgenabschätzung

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