Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Termin: 10.7.2009, 18:00 Uhr, bis 12.7.2009, 12:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Evangelische Tagungsstätte Wildbad
Taubertalweg 42
91541 Rothenburg o. d. T.

Weitere Informationen:
http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/programm/upload/1394.pdf

Kurzbeschreibung: Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist 60 Jahre alt geworden. Anfangs als Provisorium gedacht, hat es sich nach übereinstimmender Meinung praktisch aller Beurteiler im Laufe seiner Geschichte als „beste Verfassung, die Deutschland je hatte“ bewährt. Auch im Ausland wird es vielfach als vorbildlich betrachtet, wohl nicht zuletzt deshalb, weil es in seinem ersten Artikel geradezu emphatisch der Achtung der Menschenwürde und der Menschenrechte höchste Priorität einräumt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“

„Unantastbar“, „unverletzlich“, „unveräußerlich“: Höher kann man Werte kaum ansetzen und massivere Schutzwälle gegen ihre Infragestellung kann man kaum errichten. Unter dem Eindruck der unmittelbaren Vorgeschichte in Deutschland hatten die Väter und Mütter des Grundgesetzes gute Gründe, solch starke Töne anzuschlagen. Es galt damals, jeglichem Rückfall in die Barbarei der Nazizeit schon im Ansatz vorzubeugen und das neu zu gestaltende deutsche Gemeinwesen fest und dauerhaft in die Familie zivilisierter Völker zurückzuführen. Dieses Ziel wurde uneingeschränkt erreicht. Bis heute gab und gibt es in Deutschland (in der Theorie) keinerlei ernsthaften Streit über die uneingeschränkte Gültigkeit der Menschenwürde- und der Menschenrechtsgarantien des Grundgesetzes. Umstritten aber ist gelegentlich, was daraus praktisch folgt. Was genau meint eigentlich „Menschenwürde“ und was folgt aus deren Schutz in bestimmten Einzelfällen und -situationen konkret: z.B. am Anfang und am Ende des Lebens, in anderen Grenzbereichen und Grenzsituationen, wenn Werte in Konflikt geraten?

Zur Auseinandersetzung mit solchen Fragen laden wir alle Interessierten herzlich nach Rothenburg o.d.T. ein.

Kontakt: Doris Brosch
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2 - 4
82327 Tutzing
Tel.: +49 - (0)8158 - 25 11 25
Fax: +49 - (0)8158 - 99 64 24
brosch@ev-akademie-tutzing.de
http://www.ev-akademie-tutzing.de/

Veranstalter: Evangelische Akademie Tutzing

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Christoph Meier

Artikelaktionen