Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Mein Wille geschehe! - Was soll die Patientenverfügung regeln?

Beginn: 16.2.2009, 18:00 -21:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Halberstadt , Deutschland

Kurzbeschreibung: Forum mit Prof. Dr. Angela Kolb, Ministerin der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt, Christel Riemann-Hanewinckel, Mitglied des Deutschen Bundestages, Pfarrer Ulrich Paulsen, Vorsitzender des Hospiz- und Palliativverbandes Sachsen-Anhalt e.V. und Prof. Dr. Klaus Begall, Ärztlicher Direktor am AMEOS Klinikum St. Salvator in Halberstadt

Die Medizin hat bei der Behandlung von lebensbedrohlichen Krankheiten, der Lebensrettung nach einem Unfall oder der Lebensverlängerung im Alter immer weitergehende Möglichkeiten entwickelt. Ihr Einsatz wird von den betroffenen Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen oft als hilfreich, unter bestimmten Umständen aber auch als problematisch empfunden. Die Einwilligung in eine Behandlung gehört zum Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen. Wenn sich Betroffene aber nicht äußern können, weil sie z.B. im Koma liegen oder dement sind, ist die Entscheidung über Art und Umfang einer Behandlung schwierig - sowohl für die Angehörigen als auch für das Ärzte- und Pflegeteam. Mit einer Patientenverfügung hingegen kann der eigene Wille artikuliert werden - eine schriftliche Anweisung, die für Ärztinnen und Ärzte bindend sein soll.

Die Patientenverfügung ist bisher trotz vorliegender Vorschläge gesetzlich nicht geregelt. Es gibt unterschiedliche Meinungen hinsichtlich ihrer Gültigkeit, ihrer Reichweite und ihrer Bindungswirkung.

· Wer setzt meine Patientenverfügung durch?

· Welcher Handlungsspielraum bleibt dem Arzt oder der Ärztin beim Vorliegen einer Patientenverfügung?

· Muss zusätzlich zu einer Patientenverfügung eine "Kontrollinstanz" geschaffen werden, wenn lebenserhaltende Maßnahmen bei Patienten eingestellt werden sollen?

· Wo liegen die Grenzen einer Patientenverfügung?

Kontakt: Dr. Ringe Wagner
Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Sachsen-Anhalt
Otto-von-Guericke-Straße 65
39104 Magdeburg
Tel.: +49 - (0)391 - 56 87 60
Fax: +49 - (0)391 - 5 68 76 15
anfrage.magdeburg@fes.de
http://www.fes.de/Magdeburg/

Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung - Landesbüro Sachsen-Anhalt

Schlagworte: Ärztliches Ethos, Arzt-Patient-Verhältnis, Lebensende, Lebensverlängerung, Medizinische Ethik, Pflegeethik, Pfleger-Patient-Verhältnis

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