Titel: "Human Nature and Self Design"
Termin:
30.7.2009
Veranstaltungsort:
Verfügungsgebäude
Hörsaal 0.02 (EG)
Wilhelmstraße 19
72074 Tübingen
Weitere Informationen:
http://www.izew.uni-tuebingen.de/kolleg/tagung_hnsd09/index.html
Um einige der in diesem Zusammenhang entstehenden Probleme zu diskutieren, organisiert das Graduiertenkolleg „Bioethik – Zur Selbstgestaltung des Menschen durch Biotechniken“ (GRK 889/3 der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG) am Interfakultären Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen vom 30. Juli bis 1. August 2009 die internationale Tagung „Human Nature and Self-Design“. Die Konferenz umfasst ein breites Spektrum an Fragestellungen zur Natur des Menschen und seinen Gestaltungsmöglichkeiten, angefangen von anthropologischen Gesichtspunkten, bis hin zur Einbeziehung aktueller und zukünftiger Biotechniken der Selbstgestaltung in einen ethischen Diskurs.
Die Konferenz beginnt mit einem Eröffnungsvortrag, der einen Überblick über philosophisch-anthropologische Theorien sowie deren normative Implikationen geben wird. Damit findet eine thematische Einstimmung auf die folgenden zwei Tage der Konferenz statt.
Gegenstand des zweiten Konferenztages sind die terminologischen und theoretischen Grundlagen der Diskussion anthropologischer Fragen. Zunächst soll die Kontroverse um die „Menschliche Natur“ dargestellt werden. Im Anschluss gilt es, die Bedeutung dieses Begriffs aus disziplinär verschiedenen Ansätzen heraus zu analysieren. Eine Klärung kommt um eine Betrachtung der Ausdrücke „Natürlichkeit“ und „Künstlichkeit“ nicht herum. Ein weiterer wichtiger Aspekt besteht darin, zu zeigen, wie diese Begriffe als Argumente innerhalb ethischer Bewertungen verwendet werden. Abschließend werden Positionen vorgestellt, die das Verständnis des Menschen als „Krone der Schöpfung“ herausfordern und die Rolle des Menschen in der Natur reflektieren.
Der letzte Tag der Konferenz widmet sich aktuellen und zukünftigen biotechnischen Anwendungsgebieten menschlicher Selbstgestaltung. Dabei wird es nicht nur um neurotechnische Methoden, wie z.B. das Brain-Computer-Interface, die Neurostimulation oder um psychopharmakologisches Enhancement gehen. Es werden auch genetische Eingriffe, z.B. die Keimbahntherapie, diskutiert. Zusätzlich werden Methoden der „body-modification“, welche die Menschheit bereits länger begleiten, u.a Cutting, Branding oder Tätowierungen, vorgestellt. Um eine Diskussionsgrundlage zu schaffen, werden jeweils einzelwissenschaftliche Ergebnisse zu den jeweiligen Techniken vorgestellt. Anschließend werden diese aus einer ethischen Perspektive heraus besprochen.
Das Ziel der Tagung besteht darin, moderne Auffassungen vom Wesen des Menschen auf einer möglichst breiten Basis zu diskutieren. Eine besondere Betonung liegt dabei auf den normativen Implikationen der anthropologischen Debatte. Diese gilt es offen zu legen und zu diskutieren.
Kontakt:
Tagungsbüro "Human Nature and Self-Design"
Interfakultäres Zentrum für Ethik
in den Wissenschaften (IZEW)
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Wilhelmstraße 19
72074 Tübingen
Tel.:
+49 - (0)7071 - 2 97 75 55
Fax: +49 - (0)7071 - 29 52 55
hnsd@izew.uni-tuebingen.de
http://www.hnsd.uni-tuebingen.de/
Veranstalter: Interfakultäres Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)
Schlagworte: Eugenik/Enhancement, Gentherapie