Titel: Das Geld liegt auf der "Bio-Bank". Menschliche Zellen und Gewebe als kommerzielles Gut
Termin:
2.9.2009
Veranstaltungsort:
Knochenhauerstraße 33
30159 Hannover
Weitere Informationen:
http://www.evlka.de/zfg/images/FLYER%20Biobanken2009.pdf
Mit Blick auf die Biobanken ergibt sich eine weitere Spannung: Dem individuellen Recht, die Verwendung des gespendeten Materials zu kontrollieren, steht das Interesse der Bevölkerung an einem umfassenden Zugang zu Biobanken einschließlich einer kommerziellen Nutzung im Rahmen der Gesundheitsversorgung entgegen. Daher stellt sich bei der Nutzung von Biobanken als Proben- und Datenpool, z.B. für die Erforschung von in der Bevölkerung verbreiteten Krankheiten, die Frage, ob und wie individuelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Interessen in einen Ausgleich gebracht werden können: In welcher Weise sollten die autonomiebasierten Prinzipien der Medizinethik um sozialethisch orientierte Normen wie „Gerechtigkeit“, „Solidarität“ und „Gegenseitigkeit“ ergänzt werden? Welche wirtschaftlichen Interessen sind (noch) legitim? Welche Formen individueller Beteiligung an den Erkenntnissen und wirtschaftlichen Gewinnen sind möglich und nötig („Benefit Sharing“)? Sind Ökonomie und Altruismus miteinander vereinbar?
Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit Betreibern von Gewebebanken, Vertretern der epidemiologischen Forschung, der Pharmazeutischen Industrie, der Philosophie, der Wirtschafts- und Medizinethik diskutieren. Die Tagung richtet sich an alle, die sich mit diesem Thema wissenschaftlich, praktisch oder politisch befassen.
Kontakt:
Zentrum für Gesundheitsethik
an der Evangelischen Akademie Loccum
Knochenhauerstraße 33
30159 Hannover
Tel.:
+49 - (0)551 - 1 24 14 96
Fax: +49 - (0)551 - 1 24 14 97
zfg@evlka.de
http://www.zfg-hannover.de/
Veranstalter: Zentrum für Gesundheitsethik an der Evangelischen Akademie Loccum