Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: „Das optimierte Gehirn“ - Ein Memorandum zu Chancen und Risiken des Neuroenhancements

Beginn: 12.10.2009, 16:00 -18:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Leibnitz-Saal
Jägerstraße 22 - 23 / Gendarmenmarkt
10117 Berlin

Weitere Informationen:
http://www.ea-aw.de/uploads/media/Einladung_Praes_Enhancement_12102009 ...

Kurzbeschreibung: Studenten, die zur Prüfungsvorbereitung Aufputschmittel einnehmen; Angestellte, die länger wach bleiben und konzentriert arbeiten wollen; Personen, die ihre Stimmung mit Antidepressiva aufzuhellen versuchen – in jüngerer Zeit häufen sich Berichte über gesunde Menschen, die mit Psychopharmaka ihre kognitiven Fähigkeiten oder ihre emotionale Befindlichkeit zu verbessern trachten. Hinzu kommen Meldungen über Medikamente, die solche Effekte angeblich hervorbringen können. Ob es derzeit einen regelrechten Trend zur nichttherapeutischen Nutzung von Psychopharmaka, dem sogenannten Neuroenhancement, gibt, ist ebenso unklar wie die Wirksamkeit der Präparate bei Gesunden. Dennoch ist die öffentliche Debatte zum Neuroenhancement in vollem Gang: Wie, so lautet die Kernfrage, sollen wir diese neuen Möglichkeiten der Selbstverbesserung beurteilen, wenn sie denn in Zukunft tatsächlich wirksam wären?

Um die Potentiale und Risiken des pharmazeutischen Neuroenhancements aus wissenschaftlicher Sicht zu beurteilen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2006 eine interdisziplinäre Forschungskooperation finanziert, die von der Europäischen Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH koordiniert wird. Ein medizinisches Teilprojekt wertete die Forschungsliteratur zu den Wirkungen und Nebenwirkungen der meistdiskutierten Enhancement-Präparate aus. Parallel dazu untersuchten Medizinethiker und Juristen die Stichhaltigkeit der Bedenken, die gegen die medikamentöse Verbesserung psychischer Eigenschaften vorgetragen werden. Die wichtigsten Ergebnisse dieses Forschungsprojekts werden nun in einem Memorandum veröffentlicht, das in der November-Ausgabe der Zeitschrift „Gehirn&Geist“ erscheint. Die darin enthaltenen Empfehlungen zur verantwortungsvollen Erforschung und Nutzung des pharmazeutischen Neuroenhancements stellen die Autoren am 12. Oktober 2009 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) zur Diskussion.

Kontakt: Friederike Wütscher
Europäische Akademie GmbH
Wilhelmstraße 56
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Tel.: +49 - (0)2641 - 97 33 00
Fax: +49 - (0)2641 - 97 33 20
friederike.wuetscher@ea-aw.de
http://www.ea-aw.de/

Veranstalter: Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH

Schlagworte: Drogen, Eugenik/Enhancement, Hirnforschung, Pharmazeutik

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