Titel: Biologie und Norm - Der biologische Begriff der Totipotenz und die Frage nach dem Status des menschlichen Embryos
Termin:
21.3.2013
Veranstaltungsort:
Pallottistraße 3
56179 Vallendar
Referenten: Dr. phil. Dipl. Biol. Marianne Schark, Dr. phil. Martin F. Meyer, Prof. em. Dr. phil. Ludger Honnefelder, Prof. Dr. Josef Franz Lindner
Weitere Informationen:
http://www.pthv.de/fileadmin/user_upload/PDF_Pflege/Projektberichte/Fl ...
Erstaunlich ist es daher, dass diese Fähigkeit in Ethik und Recht als normatives Kriterium für die Statusbestimmung des menschlichen Embryos verwendet wird, vermag sie doch in einer rein biologischen Perspektive diese spezifische Bestimmung gar nicht zu leisten. Möchte man einen Embryo als menschlichen Embryo bestimmen, d.h. einen Organismus als möglichen Träger von Schutzrechten verstehen, greift eine biologische Charakterisierung zu kurz, da das spezifisch „Menschliche“ nur sehr eingeschränkt Gegenstand der Biologie sein kann. Welche Möglichkeiten einer angemessenen Bestimmung menschlicher Embryonen bieten sich, in die einerseits die notwendigen biologischen Fakten Eingang finden, andererseits aber auch etwa philosophische, religiöse und lebensweltliche Verständnisse berücksichtigt werden, um damit den Blick von einem Organismus einer bestimmten Spezies hin zum Menschen als Träger von Würde zu weiten?
Vor diesem Hintergrund fragt der Workshop, welche Vermittlungen unternommen werden müssen, um biologische Begriffe, wie den der Totipotenz, für die normativen Wissenschaften nutzbar zu machen.
Kontakt:
Dr. Heike Baranzke
Tel.:
0261 6402-513
h.baranzke@pthv.de
http://www.pthv.de/
Veranstalter: Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Dr. Thomas Heinemann
Schlagworte: Embryonale Stammzellen, Ethiktheorie