Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: The Importance of Being Dead - The Dead Donor Rule and the Ethics of Transplantation Medicine

Termin: 12.9.2013, 12:00 Uhr, bis 14.9.2013, 12:30 Uhr

Veranstaltungsort:
ZiF Zentrum Für interdisziplinäre Forschung
Wellenberg 1
33615 Bielefeld

Referenten: Reinhard Merkel, Nikolaus J. Knoepffler, Klaus Steigleder, Claudia Wiesemann, Alan Shewmon, James F. Childress, Sabine Müller, Franklin G. Miller, Eckhard Nagel, Jürgen in der Schmitten, Tanja Krones, David Rodríguez-Arias, Bettina Schöne-Seifert, Don Marquis, Dieter Birnbacher, Ralf Stoecker, Hartmut Schmidt, Thomas Gutmann, Karen G. Gervais, Robert Veach

Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2013/09-12-Stoecker.html

Kurzbeschreibung: Gegenstand der beantragten Arbeitsgemeinschaft ist die Frage nach dem normativen Stellenwert der so genannten Dead Donor Rule (DDR) im Kontext der Transplantationsmedizin. Damit ist der Grundsatz gemeint: Lebenswichtige Organe dürfen nur von bereits toten Spendern entnommen werden. Trotz ihrer unmittelbaren Plausibilität ist die Dead Donor Rule in den letzten Jahren in die Diskussion geraten, zum einen durch neue Erkenntnisse, die ein Wiederaufleben der Kritik an der sogenannten Hirntod-Definition bewirkt haben, zum anderen durch die zunehmende Etablierung der Spendergruppe der Non-heart beating organ donors in der Transplantationsmedizin. Beide Entwicklungen zusammengenommen laufen für etliche Kritiker darauf hinaus, dass einerseits eine Transplantationsmedizin, die die Dead Donor Rule beachtet, praktisch unmöglich wäre oder andererseits auf die Dead Donor Rule zu verzichten wäre. Dabei würde der Verzicht auf diesen Grundsatz nicht nur die bisherige Praxis der Organentnahme stützen, sondern sogar neue Quellen für die notorisch knappen Spenderorgane erschließen könnte. Dem steht allerdings andererseits die monströs anmutende Vorstellung entgegen, dass der Chirurg, der einem noch nicht toten Spender die Organe entnimmt, diesen durch die Explantation tötet. Gegenstand der Arbeitsgemeinschaft sind die Validierung und Lösung des Problems bzw. Dilemmas.

Kontakt: Marina Hoffmann
Tel.: 0049 521 106-2768
marina.hoffmann@uni-bielefeld.de

Veranstalter: Zentrum Für interdisziplinäre Forschung (Center for Interdisciplinary Research)

Wissenschaftliche Leitung: Bettina Schöne-Seifert, Ralf Stoecker

Schlagworte: Hirntod, Organ-/Gewebetransplantation

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