Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Forschungstag des Jungen Kollegs:Vom unendlichen Fortschritt zur Nanosekunde - Wissenschaftliche Betrachtungen unserer Zeit

Termin: 25.10.2013, 13:00 Uhr, bis 25.10.2013, 17:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste
Palmenstraße 16
40217 Düsseldorf

Referenten: PD Dr. Dr. Svenja Caspers, Dr. Susanne Paulus,Bernd Lange, Dr. Rüdiger Graf, Dr. Roger Sauer, Dr. Alex Greilich

Weitere Informationen:
http://www.awk.nrw.de/

Kurzbeschreibung: Augustinus berühmtes Diktum, wenn er nicht gefragt werde, was Zeit sei, wisse er es, wenn er aber danach gefragt werde, könne er es nicht erklären, hat bis heute wenig von seiner Suggestivkraft eingebüßt. Zeit ist zwar eine der grundlegenden Kategorien der menschlichen Wahrnehmung, zugleich aber anscheinend auch eine der am schwierigsten zu fassenden. Es gibt keine privilegierte Wissenschaft, die die Natur der Zeit erforschen könnte. Vielmehr wird die Frage, was Zeit ist, in den verschiedenen Disziplinen ganz unterschiedlich gestellt. Das Junge Kolleg untersucht diese Vielfalt der Ansätze und konzentriert sich dabei vor allem auf zwei Bereiche.
Zunächst geht es um Zeiterleben und Zeitwahrnehmung: Was wissen die Neurowissenschaften über die physiologischen Prozesse der Zeitwahrnehmung im Gehirn und was weiß die Altorientalistik darüber, wie die Menschen vor 4000 Jahren ihre Zeit wahrgenommen haben? Wie wird die Zeitwahrnehmung gesteuert, so dass in neunzigminütigen Spielfilmen Jahre und Jahrzehnte zu vergehen scheinen?
Der zweite Abschnitt widmet sich der Zukunft und damit einem zentralen Aspekt unserer Zeit: Seit wann gibt es die Idee des menschlichen Fortschritts und wie plausibel ist sie heute? Wie steht es um unsere technischen Möglichkeiten, zukünftige Entwicklungen vorauszusagen, und wie kleinteilig wird die Physik unsere Zeit in der Zukunft zerlegen?
Das Ziel des Forschungstags ist also nicht, die Frage des Augustinus endgültig zu beantworten, sondern vielmehr zu zeigen, wie produktiv es ist, sie aus unterschiedlichen Perspektiven immer wieder neu zu stellen.

Kontakt: Fax: 0211 61734 - 500
awk@awk.nrw.de

Veranstalter: Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste

Wissenschaftliche Leitung: Prof.Dr. Klaus von Stosch, Prof.Dr.Stefanie Scheu

Schlagworte: Hirnforschung, Wissenschaftstheorie

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