Titel: Demenz und Selbstbestimmung am Lebensende: Film und Diskussion
Termin:
15.4.2015
Veranstaltungsort:
Klinikum der Universitätsmedizin
Robert-Koch-Straße 40
37073 Göttingen
Referenten: Prof. Dr. Gunnar Duttge, Astrid Rösing,Prof. Dr. Jens Wiltfang
Weitere Informationen:
http://www.ethics-anatomy.uni-goettingen.de/ausloeschung.html
Ein One-Night-Stand zwischen Judith Fuhrmann (Martina Gedeck) und dem Kunsthistoriker Ernst Lemden (Klaus Maria Brandauer) entwickelt sich schnell zu einer festen Beziehung und die beiden ziehen zusammen. Zunehmend verhält sich Ernst anders als sonst; auch seine kognitiven Fähigkeiten scheinen geschwächt. Als er sich untersuchen lässt, diagnostiziert man ihm Alzheimer. Aus dem glücklichen Zusammenleben mit Judith entsteht eine einseitige Pflegesituation.
Demenz ist – wie es auch der Titel des Filmes nahe legt – in der öffentlichen Wahrnehmen eng verbunden mit der Schreckensvorstellung der Auslöschung der eigenen Persönlichkeit und dem Verlust der Fähigkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Wie weit trifft diese Vorstellung tatsächlich zu? Welche Möglichkeiten zur selbstbestimmten Lebensgestaltung haben Menschen mit Demenz und wie können demezerkrankte Menschen in ihrer selbstbestimmten Lebensgestaltung unterstützt werden? Welche Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang Vorsorgeinstrumenten wie der Patientenverfügung oder der Vorsorgevollmacht zu? Und schließlich: Wie weit geht Selbstbestimmung am Lebensende bzw. wie weit darf sie gehen (Stichwort: Suizid und Suizidassistenz)?
Diese und weitere Fragen werden im Anschluss an die Filmvorführung diskutiert.
Kontakt:
verena.klar@medizin.uni-goettingen.de
http://www.egmed.uni-goettingen.de/
Veranstalter: Institut für Ethik und Geschichte der Medizin und Universitätsmedizin Göttingen
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Alfred Simon
Schlagworte: Krankheit, Lebensende