Titel: Mega-Trend Personalisierung
Beginn:
7.9.2016
Veranstaltungsort:
Scharnhorststraße 3
10115 Berlin
Referenten: Prof. Dr. Wolfram Eberbach (Ethikzentrum der Friedrich-Schiller-Universität Jena) *** Prof. Dr. Jürgen Popp (Wissenschaftlicher Direktor des IPHT Jena) *** Prof. Dr. Matthias Kleiner (Präsident der Leibniz-Gemeinschaft) *** Prof. Dr. Karl Einhäupl (Vorstandsvorsitzender der Charité – Universitätsmedizin Berlin) *** Dr. med. Günther Jonitz (Präsident der Landesärztekammer Berlin) *** Daniel Adolph (Jung von Matt/ Spree GmbH) *** Prof. Dr. Elke Jäger (Nord-West-Krankenhaus – Frankfurt a.M.) *** Prof. Dr. Wolfgang Wick (Universitätsklinikum Heidelberg) *** Prof. Dr. Thomas Blankenstein (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin) *** Prof. Dr. Julia C. Stingl (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) *** Prof. Dr. Stefan Lorkowski (Friedrich-Schiller-Universität Jena) *** Prof. Dr. Peter F. Zipfel (Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie e.V.) *** Prof. Dr. Michael Bauer (Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen) *** Prof. Dr. Bernd Wolfarth (Charité – Universitätsmedizin Berlin) *** Prof. Dr. Michael Hummel (Charité – Universitätsmedizin Berlin) *** Dr. Marlene Thomas (Roche Pharma AG) *** Dr. Rolf Illum-Engsig (Nestlé Institute of Health Sciences S.A.) *** Hardy Müller (WINEG – Wissenschaftliches Institut der TK für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen) *** Dr. Norbert Loskamp (Verband der Privaten Krankenversicherungen e.V.) *** Prof. Dr. Drs. hc Ernst Theodor Rietschel (ehemaliger Präsident der Leibniz-Gemeinschaft und Gründungsdirektor des Berlin Institute of Health)
Weitere Informationen:
http://www.lfv-medizintechnik.de/fileadmin/user_upload/Symposium_Perso ...
Die Veranstaltung „Mega-Trend Personalisierung“ soll Einsichten vermitteln, wie in der Medizin und den mit ihr verknüpften Systemen innerhalb weniger Jahre die Personalisierung Einzug gehalten hat und darüber hinaus auch einen Blick in die Zukunft wagen.
Unser Alltagsleben wird zunehmend „personalisiert“: Motorisierung und Ausstattung des Autos nach persönlichen Vorstellungen; Nahrungsmittel wie bei „mymüsli“ nach eigenem Geschmack, Tarife der Auto-Versicherungen gemäß persönlichem Fahrstil, Krankenversicherungen mit verhaltensbasierten Angeboten, Fitness-Tracker zur Kontrolle unserer Gesundheitsdaten, Streaming- Dienste für das individuelle TV-Programm.
Von überragender Bedeutung für jeden von uns ist die Personalisierung in der Medizin. Die Entwicklung in immer mehr medizinischen Fachrichtungen zeigt, dass die individuelle genetische Konstitution des Patienten und ebenso des Gesunden der Schlüssel ist für seine Behandlung und Gesunderhaltung. Die genetische Konstitution bestimmt oder bestimmt mit, welche Medikamente ein Mensch gut oder gar nicht verträgt, welche Nahrungsmittel seinem Körper willkommen sind und welche er besser meidet. Sie beeinflusst, wo im Sport Grenzen der individuellen Belastbarkeit liegen und wie anfällig unser Körper für Infektionen ist. Die Vorbeugung von Krankheiten wird ebenso durch die individuelle Genetik mitbestimmt.
Die medizinische Forschung und die Entwicklung von Gesundheitstechnologien erfordern hochsensible Hilfsmittel, um die Grundlagen der personalisierten Medizin und Prävention aufzudecken und in valide Handlungsregime umzusetzen. Hierfür werden geeignete genetische Tests und ebenso innovative – insbesondere optische – Detektionsverfahren benötigt. Die Naturstoff-Forschung ist verstärkt gefordert, für die vielfältigeren Anwendungen „passende“ Stoffe zu finden. Die Umsetzung wiederum obliegt der Pharmaindustrie, unterstützt von Diagnostikunternehmen. Die Krankenversicherungen sind schließlich der „Torwächter“ vor der tatsächlichen Anwendung neuer Verfahren.
Die Veranstaltung „Mega-Trend Personalisierung“ soll Einsichten vermitteln, wie in der Medizin und den mit ihr verknüpften Systemen innerhalb weniger Jahre diese Entwicklung immer mehr Bereiche einbezogen hat. Ebenso soll sie zeigen, welche künftigen Aussichten bestehen, was zu erwarten ist.
Das eintägige Symposium richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Medizin sowie Hersteller von Medizintechnik und Pharma. Doktorandinnen und Doktoranden aus relevanten Fachdisziplinen sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.
Im Anschluss an das Programm des Symposiums sind die Teilnehmer zum Parlamentarischen Abend ab 18 Uhr in die Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft eingeladen. Gemeinsam mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages wird das Thema "Personalisierte Medizin" diskutiert.
Im Rahmen der Veranstaltung wird zudem der Leibniz-Forschungsverbund (LFV) Medizintechnik seine Neuausrichtung als „Leibniz Gesundheitstechnologien – ein Forschungsverbund“ vorstellen.
Kontakt:
Daniel Siegesmund
IPHT Jena
daniel.siegesmund@leibniz-ipht.de
http://www.lfv-medizintechnik.de/
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Jürgen Popp // Wissenschaftlicher Direktor des IPHT Jena, Rechtsanwalt Prof. Dr. Wolfram Eberbach // Ethikzentrum der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Schlagworte: Medizinische Ethik