Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Forschung in verantwortungsethischer Perspektive. Lebenswissenschaften im Fokus

Termin: 12.1.2018, 13:00 Uhr, bis 13.1.2018, 16:15 Uhr

Veranstaltungsort:
Evangelische Akademie Loccum
Münchehäger Straße 6
31547 Rehburg-Loccum

Referenten: Dr. Wilhelm Krull (Generalsekretär VolkswagenStiftung) *** Dr. Stephan Schaede (Akademiedirektor) *** Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christoph Markschies (Humboldt-Universität zu Berlin/ Vizepräsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften) *** Prof. Dr. med. Alena M. Buyx, M.A. phil.( FRSA, Leiterin Geschäftsbereich Medizinethik, Institut für Experimentelle Medizin, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Mitglied des Dt. Ethikrates) *** Prof. Dr. Andreas Spickhoff (Lehrstuhl für bürgerliches Recht und Medizinrecht, LMU-München) *** Prof. Dr. Stefan Hornbostel (Institut für Sozialwissenschaften, HU Berlin, Abteilungsleitung Forschungssystem und Wissenschaftsdynamik, DZHW, Hannover) *** Prof. Dr. Sabine Maasen (Friedrich Schiedel-Stiftungslehrstuhl für Wissenschaftssoziologie, Direktorin des Munich Center for Technology in Society, TU München) *** Prof. Dr. Ulrich Dirnagl (Abteilungsdirektor Experimentelle Neurologie, Charité Berlin) *** Prof. Dr. Dr. h.c. Axel Haverich (Ärztlicher Direktor der Medizinischen Hochschule Hannover) *** Prof. Dr. Martin J. Lohse (Wissenschaftlicher Direktor des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin, Berlin, Vizepräsident der Leopoldina, Halle (angefragt)) *** Prof. Dr. rer. nat. Heyo K. Kroemer (Sprecher des Vorstandes der Universitätsmedizin Göttingen) *** Prof. Dr. med. Christopher Baum (Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover) *** Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich (Leitende Ärztliche Direktorin und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Heidelberg) *** Prof. Dr. Dr. Michal-Ruth Schweiger (Universität Köln, Center for Molecular Medicine Cologne, Köln) *** Prof. PhD Benedikt Kaufer (Fachbereich Veterinärmedizin, Institut für Virologie, Freie Universität Berlin) *** Dr. Volker Busskamp (Center for Regenerative Therapies, Technische Universität Dresden) *** Prof. Dr. med. Claudia Wiesemann (Direktorin des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin, Georg-August-Universität Göttingen, Mitglied des Deutschen Ethikrates) *** Thomas Oppermann (Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Berlin (angefragt)) *** Björn Thümler (Nds. Minister für Wissenschaft und Kultur, Hannover) *** Dr. Gabriele Heinen-Kljajić (Nds. Ministerin a.D. für Wissenschaft und Kultur, Hannover) *** Dr. Rolf Greve (Amtsleiter Forschung, Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Hamburg)

Weitere Informationen:
http://www.loccum.de/programm/p1801.pdf

Kurzbeschreibung: Wie finden wir in den Lebenswissenschaften wieder zu einer kühneren Forschungskultur, die gleichzeitig stärker verantwortungsbasiert arbeitet? Diese Frage steht deshalb im Zentrum der Tagung, weil heute ein hoher Leistungs- und Produktivitätsdruck die Forschung belastet und damit Qualitätsprobleme provoziert. Das hat zu einem dramatischen Seriositätsverlust in der Erarbeitung, Bewertung und Darstellung von Forschungsergebnissen geführt.

Während der Tagung wird nach Wegen gesucht, diesem Missstand wirkungsvoll entgegen zu treten: Wissenschaftler mit langjähriger Forschungserfahrung, wissenschaftlicher Nachwuchs, Experten entsprechender Bereichsethiken und hochschulpolitische Administrationen sind gefragt.

Welche Herausforderungen drohen die Erzielung verlässlicher Forschungsergebnisse zu verhindern? Welche zentralen Eckdaten kennzeichnen eine produktive Forschungskultur? Welche forschungsethischen und forschungsrechtlichen Rahmenbedingungen sind von Belang? Wie kommen hier Digitalisierung, Big Data und Verfahren wie die Bibliometrie ins Spiel?

Vor diesem Hintergrund: Wie kann es gelingen, angemessene Freiräume für forschende Kreativität mit Mut zum Risiko zu stärken? Wie kann Originalität und Nachhaltigkeit von Forschung gegenüber purer Publikations- und Zitationsindikatorik anerkannt werden? Was können die Hochschulleitungen und die Wissenschaftspolitik zur Unterstützung innovativer und zugleich seriöser Forschung tun?

Der Fokus wird nach einer grundsätzlichen Sichtung der Problemlagen auf den Lebenswissenschaften, insbesondere auf den medizinischen Fächern liegen. Ein generationen­übergreifender Austausch zwischen arrivierter Forschung und wissenschaftlichem Nachwuchs ist ausdrücklich erwünscht! Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion dieser Fragen zu beteiligen.

Kontakt: Petra Fleischer
Evangelische Akademie Loccum
Postfach 2158
31545 Rehburg-Loccum
Tel.: 05766 / 81-1 01
Fax: 05766 / 81-9 00
Petra.Fleischer@evlka.de
http://www.loccum.de/

Veranstalter: Evangelische Akademie Loccum

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Stephan Schaede

Schlagworte: Forschungsethik, Medizinische Ethik

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