Titel: Sozialethische Aspekte der Biopatentierung
Termin: 10.10.2002 bis 11.10.2002
Veranstaltungsort:
Hörsaal im Theologicum
Liebermeisterstraße 12
Referenten: Prof. Dr. Eve-Marie Engels (Universität Tübingen); Prof. Dr. Dietmar Mieth (Universität Tübingen); Dr. Dieter Laudien (Boehringer Ingelheim); Prof. Dr. Geertrui van Overwalle (Universität Leuven); Ministerialrat Dr. Dietrich Welp (Bundesministerium der Justiz); Prof. Dr. Deryck Beyleveld (Universität Sheffield); Dr. Frans Brom (Universität Utrecht); Dr. Christine Godt (Universität Bremen); Bernd Nilles (Misereor, Aachen)
Bedeutet die Patentierung von Genen eine Kommerzialisierung des menschlichen Körpers? Kann im Bereich des Lebendigen überhaupt sinnvoll von "Erfindung" gesprochen werden, was für die Erteilung von Patenten erforderlich ist? Können transgene Tiere patentiert werden, obwohl neue Rassen nicht patentiert werden dürfen und alte nicht "erfunden" sind? Sind die Privilegien (der Forscher, der Züchter) ausreichend, um Monopolisierungen zu verhindern?
Derartige Fragen wurden auch durch die EU-Richtlinie über den rechtlichen Schutz biotechnologischer Erfindungen aus dem Jahr 1998 nicht abschließend geklärt. Die Tatsache, dass diese Richtlinie in verschiedenen europäischen Ländern bislang nicht umgesetzt wurde, zeigt zudem, dass auch auf rechtlicher Ebene noch ein erheblicher Klärungsbedarf besteht.
Auf der Fachtagung "Sozialethische Aspekte der Biopatentierung" sollen zentrale Fragen der Biopatentierung aufgegriffen und die unterschiedlichen Standpunkte von verschiedenen Perspektiven aus diskutiert werden.
Kontakt:
Interfakultäres Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)
Herrn Christoph Baumgartner
Eberhard Karls Universität Tübingen
Keplerstraße 17
72074 Tübingen
Tel.: 07071 / 2 97 79 81
Christoph.Baumgartner@uni-tuebingen.de
http://www.izew.uni-tuebingen.de
Veranstalter: Interfakultäres Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)
Schlagworte: Biotechnologie, Patentierung