Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: MCC Health World 2003

Termin: 6.11.2002 bis 7.11.2002

Veranstaltungsort:
Maritim Hotel Bonn
Godesberger Allee
53175 Bonn

Referenten: Dr. Jan Boetius; Dr. Gottfried T. W. Dietzel; Dr. Hans Joachim Egly; Dr. Petra Alexa Haeser; Dr. Magnus Heier; Jürgen Jung; Prof. Dr. Norbert Klusen; Walter Köbele; Prof. Dr. Dr. Christian M. Köck; Dr. Daniel M. Krause; Prof. Dr. Dr. Rolf Krebs; Dr. Hans Georg Krumpaszky; Dr. Michael Monka; Dr. Frank Ulrich Montgomery; Louise F. Morgan; Marie-Luise Müller; Dr. Markus Müschenich; Prof. Dr. Dag Rune Olsen; Dr. Axel Paeger; Dr. Uwe K. Preusker; Dr. Klaus-Jürgen Preuß; Prof. Dr. Albrecht Reith; Uwe Repschläger; Elmar Schäfer; Dr. Reinhard Schwarz; Prof. Dr. Frank Sloan; Résa van der Merwe; Prof. Dr. Gert G. Wagner; Dr. Jürgen Wettke; Wolfgang Clement; Dr. Dieter Thomae

Kurzbeschreibung:
Der Gesundheitsmarkt in Deutschland ist in Bewegung, wir befinden uns in einem
Prozess tiefgreifender struktureller Reformen. Es geht darum, die Stärke unseres
Gesundheitssystems - die Solidarität der Versicherten - zu bewahren und zugleich die
Leistungsfähigkeit, die im internationalen Vergleich Schwächen zeigt, zu verbessern.
Das erfordert vor allem Transparenz, und zwar in den Abrechnungen wie bei den
Leistungen, ferner Evaluation und benchmark, Kostenbewusstsein und die
Bereitschaft zu Kostensenkungen auf allen Seiten.

Dabei ist nicht zu übersehen, dass sich das Gesundheitswesen zu einem überaus
wichtigen Teil unserer Volkswirtschaft entwickelt hat. Über 12 Prozent aller
Erwerbstätigen sind hierzulande entweder im oder durch das Gesundheitswesen
beschäftigt. Gerade dieser Aspekt muss bei den vor uns liegenden Reformen stärker
berücksichtigt werden. Der Gesundheitsmarkt ist ein Zukunftsmarkt, gerade auch in
Nordrhein- Westfalen.

Letztlich geht es um jede und jeden Einzelnen von uns, die wir als Patientinnen und
Patienten auf eine bestmögliche Gesundheitsversorgung angewiesen sind und
deshalb eine Reform brauchen, die mehr Wettbewerb im Rahmen unserer
solidarischen Ordnung schafft. Die Beitragszahler und Versicherten können mit Recht
erwarten, dass alle Effizienzreserven mobilisiert werden.

All denen, die Verantwortung im Gesundheitsmarkt tragen, sage ich: Nutzen Sie die
Gelegenheit, mit deutschen und internationalen Experten innovative, aber praxisnahe,
wegweisende und zugleich realisierbare Lösungsvorschläge zu entwickeln. Die MCC
Health World 2003, die von MCC zusammen mit unserer Landesinitiative Health Care
NRW veranstaltet wird, hat sich zu einer vielversprechenden Plattform des Dialogs und
der kritischen Auseinandersetzung im Gesundheitswesen entwickelt. Allen
Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich informative Vorträge und zwei
diskussionsreiche Kongresstage, die Sie in den Entscheidungsprozessen weiter
führen können.


Die Gesundheit geht alle an - eine Leerformel? Ja, wenn ihr die üblichen
Lösungsvorschläge folgen, die der frühere Bundesarbeits- und Sozialminister Norbert
Blüm einmal mit dem „Fummeln am Gürtel des Nachbarn“ gebrandmarkt hat.

Ein entschiedenes „Nein!“, wenn im gemeinsamen Diskurs um die besten Lösungen
für ein Gesundheitssystem der Zukunft gerungen wird, das durch zuverlässiges
Abdecken der wichtigen gesundheitlichen Risiken, hohe Verfügbarkeit, bestmögliche
Qualität, höchstmögliche Wahlfreiheit für jeden Bürger - und last, but not least durch
gute Arbeitsbedingungen für diejenigen gekennzeichnet ist, die in diesem System
arbeiten!

Nach solchen Lösungen zu suchen und mit nationalen wie internationalen Experten
über denkbare Zukunftsmodelle und konkrete Vorschläge zu diskutieren, ist zentrales
Ziel der health world 2003. Beteiligen Sie sich an diesem spannenden Projekt - ich
jedenfalls freue mich, wenn ich Sie im November in Bonn begrüßen kann!


Einerseits fordern wir die beste Versorgung und den besten medizinischen Fortschritt
im Interesse aller Patienten, andererseits haben wir mit begrenzten finanziellen Mitteln
für diese Leistungen zu kämpfen. Es nützt nichts, Versichertenbeiträge zur
Kostenkompensation stetig heraufzusetzen oder Leistungen zu verringern, ohne die
Betroffenen zu fragen, ob sie bereit sind, für noch mehr Geld weitere
Leistungseinbußen hinzunehmen. Mittlerweile wird die Situation auf dem
Gesundheitsmarkt zunehmend prekär. Der Fehler steckt nicht nur im System, sondern
scheint das System selbst zu sein.Wenn selbstregulierende Faktoren außer Kraft
gesetzt sind und das Streben nach Einzelvorteilen das Gesamtsystem kannibalisiert,
steht der Gesundheitsmarkt kurz vor dem Kollaps. Bisher scheiterten viele gesetzlich
verordnete Reformversuche entweder am Protest der Betroffenen oder verpufften in
vielfacher Hinsicht. Sind Aut Idem, Festbeträge, Positivliste u.a. Marktregulierungen -
als nur kurzfristig wirkende, kosmetische Korrekturen - geeignete Instrumente, ein
marodes System zu renovieren? Der Zustand des Patienten „Gesundheitsmarkt“ ist
komatös. Schaffen wir es nicht, ihn zum eigenständigen Leben zu erwecken, wird er
dahinsiechen und letztlich zu Grabe getragen. Geredet wurde in den letzten Jahren viel
- aber gehandelt? Fehlanzeige!

Nach der Bundestagswahl muss jedoch zügig gehandelt werden. Uns stehen dabei
eher massive strukturelle Änderungen bevor, als eine weitere Behandlung von
Symptomen. Die Einführung von Transparenz in Leistungen und Abrechnungen, die
konsequente und flächendeckende Ausschöpfung von Kostensenkungspotenzialen in
allen Bereichen, eine wesentlich höhere Innovationsbereitschaft und die
Eigenverantwortung im Umgang mit den knappen Ressourcen sind nur einige
Lösungsansätze, die endlich umgesetzt werden müssen. Letztlich geht es ja um uns
selbst. Nur gemeinschaftlich können wir die anstehenden Hürden im
Gesundheitswesen nehmen. Ich lade deshalb jeden ein, der Verantwortung im
Gesundheitsmarkt trägt, auf der MCC health world 2003 mit internationalen
Fachexperten über innovative und vor allem praxisnahe, umsetzbare Lösungen zu
diskutieren und den Politikern die Möglichkeiten und Grenzen von Veränderungen
aufzuzeigen; denn wir benötigen keine neuen Theorien, wir müssen handeln!

Zur Handlungsoffensive auf breiter Front wird die MCC health world 2003 einen
sinnvollen Beitrag leisten. Die MCC health world 2003 ist in insgesamt acht
interessante Themenbereiche unterteilt:

Gesundheit nach der Wahl - ist der Weg für Reformen jetzt frei?
- was erwartet uns?

PKV und GKV
- „an einem Strang“ oder „auf in den Kampf“?!

Cyber Medicine
- Möglichkeiten und Grenzen unter Wirtschaftlichkeitsaspekten

Arzt und Pflege
- wie sieht die Partnerschaft der Zukunft aus?

Innovatives Krankenhausmanagement
- internationale Fallbeispiele

Pharma Future
- erfolgreiche Strategien für den überregulierten Pharma-Markt

Disease Management quo vadis ?
- DMPs auf dem Prüfstand

Managed Care im internationalen Vergleich
- good, better, best

Die MCC health world 2003, die gemeinsam mit dem Land NRW und unseren
Medienpartnern, Die ZEIT, Capital, Medical Tribune und KlinikManagement Aktuell
veranstaltet wird, hat sich zu einer äußerst interessanten, lohnenden und wichtigen
multilateralen Plattform für den ganzen Gesundheitsmarkt entwickelt. Versäumen Sie
nicht dieses gesundheitspolitische Großereignis nach der Wahl! Seien Sie bereit für
die Innovationen des Gesundheitsmarktes, die Ihnen mit modernster Konferenztechnik
präsentiert werden. Ich freue mich, Sie am 6. und 7. November diesen Jahres in Bonn
zu treffen!

Kontakt: MCC - Management Center of Competence
Scharnhorststraße 67 a
52351 Düren

Tel.: 02421 / 12 17 70
Fax: 02421 / 1 21 77 27

ddc@mcc-seminare.de
http://www.mcc-seminare.de/index2.html

Veranstalter: MCC Health World, , In Kooperation mit:, , Landesinitiative Health Care NRW, Pfizer Deutschland, DPR Deutscher Pflegerat, SAP, MSG Systems, Merkur GmbH, GWI AG, Capital - Das Wirtschaftsmagazin, Die Zeit, Medical Tribune, KlinikManagement Aktuell, , , , ,

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