Titel: Europäische Netze - Neue Strategien für eine gemeinsame Forschungspolitik
Beginn:
29.10.2002
Veranstaltungsort:
der Stadtsparkasse Düsseldorf
Berliner Allee 33
Düsseldorf
Referenten: Ulrich Blumenthal (Leiter der Redaktion "Forschung aktuell", Deutschlandfunk, Köln); Prof. Dr. Rafael Capurro (Professor für Informationsmanagement und Informationsethik, Fachhochschule Stuttgart, Hochschule der Medien; Mitglied der "European Group on Ethics in Science and New Technologies"); Richard Escritt (Direktor des Direktorats A "EU-Rahmenprogramme und -Strukturförderung", Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf); Prof. Dr. Ernst-Ludwig Helmstädter (Institut Arbeit und Technik, Gelsenkirchen); Prof. Dr. Dr. h.c. Gert Kaiser (Präsident des Wissenschaftszentrums Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf); Dr. Joan Majó i Cruzate (Vorsitzender des Direktoriums, Institut Català de Tecnología, Barcelona); Dr. Stephan Ramesohl (Abteilung Energie, Wuppertal Institut für Umwelt, Klima, Energie GmbH); Prof. Dr. Roland Vaubel (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, Universität Mannheim); Peter Wolfmeyer (Geschäftsführer der ZENIT GmbH - Zentrum für Innovation und Technik in NRW, Mülheim an der Ruhr)
werden und sich zum "wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt"
entwickeln. Der europäischen Forschungspolitik wird eine zentrale Gestaltungskompetenz zugestanden, um diese
Ziele zu erreichen.
Mit dem Ende 2002 anlaufenden Sechsten Forschungsrahmenprogramm wechselt die Europäische Kommission ihre
politischen Strategien grundlegend. Vor allem mit strukturierenden Maßnahmen in einigen strategisch ausgewählten
Forschungsfeldern will sie einen "Europäischen Forschungsraum" errichten, in dem exzellente Forschung und
Anwendung europaweit vernetzt werden. Insofern kommt "Netzwerken" bei der Gestaltung dieses
Forschungsraumes eine zentrale Bedeutung zu.
Das Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen hat dieses für viele Bereiche zentrale Motiv in seinem
Verbundprojekt "Europäische Netze" aufgegriffen. In der von 1999 bis 2002 angelegten Veranstaltungsreihe
untersuchten die einzelnen Institute des Wissenschaftszentrums die Perspektiven von Netzwerken, ihre
Besonderheiten, Möglichkeiten und Grenzen mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten. Sowohl konkrete
Forschungs- und Entwicklungsfelder wie Energie- und Schienentechnik als auch übergeordnete Fragestellungen wie
das Wissensmanagement, die Rolle von Netzwerken in der europäischen Integration und die Vernetzung
verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen wurden behandelt.
Auf der Abschlussveranstaltung werden wichtige Ergebnisse des Verbundprojektes zusammengeführt. Sie werden
im Rahmen der neuen, auf Netzwerke hin orientierten, forschungspolitischen Strategien der europäischen
Gemeinschaft erörtert. International renommierte Experten werden auf der Veranstaltung die Möglichkeiten
europäischer Netzwerke, ihre Rahmenbedingungen sowie die Konsequenzen für Politik, Forschung und Wirtschaft
diskutieren. Unter anderem stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:
Warum stehen Netzwerke und strukturbildende Maßnahmen im Mittelpunkt der europäischen Forschungspolitik,
und wie ist die Europäische Kommission zu dieser strategischen Ausrichtung gekommen? Welche Einflüsse wird
die Konzentration auf Netzwerke auf die Forschungslandschaft und den Transfer von Forschung in die Praxis haben?
Wie können Netzwerke zwischen verschiedenen wissenschaftliche Disziplinen geknüpft und wie kann die Wirtschaft
in sie integriert werden? Wie reagiert die regionale und nationale Politik auf die Vorgaben aus Brüssel? Und wie wird
sich die neue Forschungspolitik auf die Entwicklung einer europäischen Informationsgesellschaft und des
europäischen Wirtschaftsraums auswirken?
Netzwerke sind ein entscheidendes Werkzeug der heutigen Forschungspolitik. Sie spielen auch in der europäischen
Forschungspolitik eine wichtige Rolle. Die Bildung von Netzwerken wird zum zentralen Motiv der neuen
forschungspolitischen Strategien, die sich im Ende 2002 anlaufenden Sechste Forschungsrahmenprogramm der
EU-Kommission manifestieren und die vor allem auf strukturbildende und -stimulierende Maßnahmen hinauslaufen.
Mit diesem Programm soll der "Europäische Forschungsraum" gestaltet werden, in dem europäische Forschung und
Anwendung in ausgewählten Bereichen vernetzt werden sollen.
Auf der Abschlussveranstaltung des Verbundprojekts "Europäische Netze" steht diese neue Strategie der
europäischen Forschungspolitik im Mittelpunkt. Wichtige Ergebnisse der Veranstaltungen im Verbundprojekt werden
in die Diskussion einfließen.
Kontakt:
Dr. Arne Claussen
Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen
40190 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 38 79 00
Fax: 0211 / 37 05 86
claussen@mail.wz.nrw.de
http://www.wz.nrw.de/euronetz
Veranstalter: Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen , Kulturwissenschaftliches Institut, Institut Arbeit und Technik, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie