Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Gesellschaftliche Diskussion und Marktpotenziale der Biotechniken

Termin: 11.11.2002 bis 13.11.2002

Veranstaltungsort:
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2 - 4
82327 Tutzing

Referenten: Dr. Martin Held, Evangelische Akademie Tutzing - Dr. Manfred Kern, Bayer CropScience, Global Head of Technology, Frankfurt - Dr. Rüdiger Marquardt, Vereinigung deutscher Biotechnologie-Unternehmen, DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., Frankfurt - Prof. Dr. Walter Trösch, Stellvertr. Direktor Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik, Stuttgart - Prof. Dr. Alois Heißenhuber, Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaus, TU München, Freising-Weihenstephan - TU München, Freising-Weihenstephan Baden-Württemberg, Stuttgart - Dr. Ulrich Dolata, Institut für Arbeit und Technik, Universität Bremen - Prof. Dr. Angela Brand, Fachhochschule Düsseldorf - Dr. Barbara Kochte-Clemens, Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg, Stuttgart - Dr. Dieter Sell, DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., Frankfurt - Dr. Thomas Reiß, Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI), Karlsruhe - Dr. Jürgen Hampel, Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg, Stuttgart - Prof. Dr. Horst Domdey, Geschäftsführer BioRegio München, Martinsried - Thomas Stahlecker, ISI Fraunhofer Gesellschaft, Karlsruhe - Dr. Tim P. Jungblut und Norbert Krauss, HypoVereinsbank, Financial Research, München - Dr. Bärbel Hüsing, ISI, Karlsruhe - Prof. Dr. Ortwin Renn, Leitender Direktor Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg, Stuttgart

Weitere Informationen:
http://www.ev-akademie-tutzing.de

Kurzbeschreibung: Für viele Beobachter ist die Gentechnik eine der
Basistechnologien des 21. Jahrhunderts, die ähnlich zur
Grundlage ganzer Industrien werden wird, wie der Maschinenbau
im 19., die Chemie im frühen 20. und die Elektronik im späten 20.
Jahrhundert. Durch das Platzen der Spekulationsblase am Neuen
Markt haben sich aktuell gegenüber den zuvor sehr
hochgesteckten Zielen die kurzfristigen Erwartungen allerdings
eingetrübt. Auch den Biotech-Unternehmen fällt es derzeit schwer,
Kapital für Investitionen zu bekommen. Handelt es sich hierbei nur
um eine kurzfristige Abschwächung des Entwicklungstempos,
geschuldet dem generellen Trend der Finanzmärkte? Oder hat
dies auch Konsequenzen für einen generellen Umschwung in der
Einschätzung der zu erwartenden Bedeutung von Bio- und
Gentechniken und deren Marktpotenziale?

Die wirtschaftliche Bedeutung und die Entwicklungsperspektiven
der Bio-/Gentechniken werden vielfach abgetrennt von den
ethischen und gesellschaftlichen Fragen diskutiert. Die
Entwicklung auf den Märkten ist jedoch nicht entsprechend einem
technologischen Determinismus fix vorgegeben. Vielmehr wird das
wirtschaftliche Potenzial der Gentechnik in erheblichem Umfang
von den kontroversen gesellschaftlichen Debatten über diese
Techniken und deren Anwendungen beeinflusst. Die öffentliche
Diskussion ist in demokratisch und marktwirtschaftlich verfassten
Gesellschaften nicht einfach eine „Verhinderungsinstanz“, als die
sie zum Teil bezeichnet wird. Vielmehr verweist sie auf zu
beachtende Probleme, gibt Hinweise auf Kriterien zur spezifischen
Anwendung der technischen Möglichkeiten und deren
Bestimmungsgrößen. Zugleich kann sie auch auf neue Wege für
deren Anwendung aufmerksam machen.

Gemeinsam mit der Stuttgarter Akademie für
Technikfolgenabschätzung veranstaltet die Evangelische
Akademie Tutzing eine Tagung, die es den Teilnehmenden
ermöglicht, im Dialog mit namhaften Experten aus Wissenschaft
und Wirtschaft die künftige Entwicklung und Marktpotenziale der
Biotechnologie und den Einfluss, den die öffentliche Diskussion
auf diese hat, zu diskutieren. Dabei wird entsprechend der
gängigen Einteilung zwischen Anwendungen in den Bereichen
Landwirtschaft/Ernährung, Pharma/Medizin sowie
Prozess-/Umwelttechniken unterschieden.

Alle an diesen Fragen Interessierten sind sehr herzlich nach
Tutzing eingeladen. Insbesondere sind Wissenschaftler, die sich
mit Fragen der Biowissenschaften beschäftigen,
Wirtschaftsvertreter, Vertreter von Behörden und Institutionen, die
sich mit wirtschaftlichen und technischen Innovationen befassen,
Vertreter von Umweltverbänden ebenso angesprochen wie
Interessierte aus den Bereichen Bildung, Politik und Medien.

Kontakt: Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg
Herrn Thomas von Schell
Industriestraße 5
70565 Stuttgart

Tel. 0711 / 90 63 0


Thomas.von.schell@ta-akademie.de
http://www.ta-akademie.de

Veranstalter: Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Martin Held - Evangelische Akademie Tutzing

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