Titel: 3. Friedrichshainer Gespräch - Im Zweifel für das Leben? Zur aktuellen Debatte um die Sterbehilfe
Beginn:
12.11.2002
Veranstaltungsort:
Warschauer Straße 58 A
10243 Berlin
Referenten: Dr. Michael Wunder (Hamburg)
Die Enquetekommission des Deutschen Bundestages "Recht und Ethik der modernen Medizin" hat festgestellt, dass es einen gravierenden Unterschied gibt zwischen dem überwiegend geäußerten Wunsch von Sterbenden, in gewohnter, häuslicher Umgebung zu sterben, nicht allein gelassen zu werden und nicht unter Schmerzen leiden zu müssen und der Realität. Die Palliativmedizin ist in Deutschland immer noch ein Stiefkind. Die Hospize sind trotz Verbesserungen immer noch chronisch unterfinanziert.
In Deutschland wurden 1998 die Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebeglei-tung" verabschiedet, in denen Maßnahmen der passiven Sterbehilfe auch auf Nicht-Sterbende, bei-spielsweise Komapatienten, angewandt werden kann.
Dr. Michal Wunder, der Sachverständiger in der Enquetekommission war, wird in seinem Vortrag so-wohl einen Überblick über die rechtliche Situation in Belgien und den Niederlanden geben, als auch die Auswirkungen der Grundsätze der Bundesärztekammer beleuchten und aufzeigen, welche Wege gegangen werden müssen, um die oben beschriebenen Wünsche zu erfüllen.
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Kontakt:
Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft
Warschauer Straße 58 A
10243 Berlin
Tel.: 030 / 29 38 17 70
Fax: 030 / 29 38 17 80
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Veranstalter: Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft
Schlagworte: Sterbehilfe