Titel: Patientenverfügung - für wen?
Beginn:
7.5.2003
Veranstaltungsort:
Warschauer Str. 58 a
10243 Berlin
Referenten: Dott. Paolo Bavastro
Menschen nach einem Sterben können in Würde verbindlich umgesetzt
werden, vor allem für solche Situationen, in denen er nicht mehr in der
Lage ist, seinen Willen zu äußern. Die Patientenverfügung ist eine
vorsorgliche Willensbekundung, mit der für Fälle schwerer irreversibler
Schädigungen lebenswichtiger Organe, die ein Leben bei Bewusstsein
verunmöglichen, der Verzicht auf lebensverlängernde
intensiv-medizinische Maßnahmen erklärt wird. Seit Ende der 70er Jahre
gewinnt bei uns die Patientenverfügung immer mehr an Bedeutung;
mittlerweile gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Formularen.
Patientenverfügungen stehen im Widerstreit. Einerseits werden sie als
wertvolle Kommunikationsbrücke im Arzt-Patienten-Verhältnis und als
Ausdruck des Rechts auf Selbstbestimmung gesehen. Auf der anderen Seite
wird davor gewarnt, dass sie die Arzt-Patienten-Beziehung verändern,
wenn sie ohne Anbetracht der individuellen Situation zur
Handlungsbestimmung des Arztes werden. Es wird angezweifelt, ob mit
ihrer Hilfe das Leben mit schwerer Krankheit und der Sterbeprozess
einfacher werden und ob sie tatsächlich eine Möglichkeit darstellen, mit
der Angst vor Leiden und Schmerzen umzugehen.
Dott. Paolo Bavastro, Leitender Arzt in der Filderklinik, wird in seinem
Vortrag sowohl einen Überblick über den praktischen Umgang mit der
Patientenverfügung geben, als auch die Auswirkungen der
Patientenverfügung auf das Arzt-Patienten-Verhältnis beleuchten und
aufzeigen, welche ethischen Probleme mit ihr verbunden sind.
Kontakt:
Frau Astrid Entezami
Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft
Warschauer Str. 58 a
10243 Berlin
Tel.: +49 - (0)30 - 29 38 17 70
Fax : +49 - (0)30 - 29 38 17 80
entezami@imew.de
Veranstalter: Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft
Schlagworte: Arzt-Patient-Verhältnis, Lebensende, Lebensverlängerung