Titel: Neue Medizin und neues Denken - Medizinische Anthropologie im Kontext jüdischer Denktraditionen
Termin: 23.10.2003 bis 25.10.2003
Veranstaltungsort:
Wittenberg
Referenten: Bernhard Casper (Freiburg), Heinz-Jürgen Görtz (Hannover), Christoph Michel (Freiburg), Stéphane Mosès (Jersusalem), Enno Rudolph (Luzern), Wolfdietrich Schmied-Kowarzik (Kassel), Heinz Schott (Bonn), Hartwig Wiedebach (Potsdam), Reiner Wiehl (Heidelberg), Josef Wohlmuth (Bonn)
Die Begegnung mit dem Anderen (Einführung des Subjektes), die Wahrheit der Fleischwerdung (Symptombildung) und die Heilsamkeit der Erzählung (biographische Methode) lassen als erste Hinweise auf eine "neue Medizin" zugleich jene Formen des "neuen Denkens" erkennen, wie sie Franz Rosenzweig 1925 im Rückblick auf seinen "Stern der Erlösung" zu formulieren suchte: das Bedürfen des Anderen, das Ernstnehmen der Zeit und die Bewährung der Wahrheit. Für Rosenzweig tritt an die Stelle der Methode des Denkens die Methode des Sprechens. Das Sprechen aber lebt vom Leben des Anderen und braucht Zeit. "Zeit brauchen heißt: nichts vorwegnehmen können, alles abwarten müssen, mit dem Eigenen vom Anderen abhängig sein."
Kontakt:
Viktor von Weizsäcker Gesellschaft e.V.
c/o Medizinhistorisches Institut
Universität Bonn
Sigmund-Freud-Straße 25
53105 Bonn
Frau Annette Winkelmann
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Seminar für Judaistik
Franckeplatz 1
Haus 26
06110 Halle (Saale)
Tel.: 0345 / 5 52 40 64
Fax: 0345 / 5 52 72 00
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Veranstalter: Viktor von Weizsäcker Gesellschaft e.V., Leopold-Zunz-Zentrum zur Erforschung des europäischen Judentums