Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Gentechnik und Landwirtschaft - aber sicher?

Beginn: 24.11.2003, 10:00 -17:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Vertretung des Landes Schleswig-Holstein beim Bund
In den Ministergärten 8
10117 Berlin

S/U-Bahn-Station Potsdamer Platz

Referenten: Peter Knitsch (Staatssekretär, Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft des Landes Schleswig-Holstein) * Klaus Müller (Minister für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft des Landes Schleswig-Holstein) * Alexander Müller (Staatssekretär, Ministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft) * Dr. Christel Happach-Kasan (Mitglied des Bundestages) * Dr. Barbara Weber (Europäische Kommission, Generaldirektion Umwelt) * Dr. Hans Hosbach (Schweizerisches Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft) * Prof. Dr. Gerhard Roller (Fachhochschule Bingen) * Dr. Hartmut Euler (Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft des Landes Schleswig-Holstein) * Heinrich Kröger (Landwirt und Landesvorstand des Bauernverbandes Schleswig-Holstein) * Christian Petersen (Bioland-Landwirt) * Dr. Joachim Schiemann (Biologische Bundesansalt) * Dr. Wilhelm Windhorst (Ökologiezentrum der Christian-Albrechts-Universität Kiel) * Dr. Thomas Engelke (Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft des Landes Schleswig-Holstein) * Uta Meiners (Deutscher Bauernverband) * Thomas Isenberg (Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)) * Roland Ferber (EDEKA Fleischwerke Nord) * Christian Schwägerl (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Kurzbeschreibung: Möglicherweise werden sie schon im nächsten Jahr kommerziell auf deutschen Äckern angebaut: gentechnisch veränderte Raps-, Mais- oder Kartoffelpflanzen. Denn das "de facto-Moratorium" für die Zulassung und Vermarktung von Genpflanzen in der Europäischen Union könnte zum Ende des Jahres auslaufen. Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland muss also zügig neu geregelt werden. Und zwar unabhängig davon, ob man die grüne Gentechnik befürwortet oder ablehnt.

Es geht darum, Landwirtschaft sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern auch zukünfig die Wahlfreiheit zu sichern: Die Wahl, sich für oder gegen Gentechnik auf dem Acker oder Teller entscheiden zu können. Dafür muss rechtsverbindlich geregelt werden, wie gentechnikfreie und Gentechnik nutzende Landwirtschaft nebeneinander existieren können (Koexistenz). Pollenbarrieren, Pufferzonen und strenge Trennung bei Lagerung, Transport und Verarbeitung der Futter- und Lebensmittel können das Risiko einer Vermengung deutlich vermindern. Das hat seinen Preis und wirft die Fragen auf: Wer soll das bezahlen? Wer haftet, wenn die gentechnikfreie Ernte verunreinigt wird?

Schleswig-Holstein hat im Juni 2003 einen Entwurf zur Novellierung des Gentechnikgesetzes in den Bundesrat eingebracht. Seit August werden zudem Referentenentwürfe des Bundes diskutiert. Mit exakten Regeln zur Koexistenz, zum Monitoring und zu Haftungsfragen sollen größtmögliche Transparenz geschaffen und der gentechnikfreien Landwirtschaft zu ihrem Recht verholfen werden.

Sie sind herzlich eingeladen, mit Akteurinnen und Akteuren aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Umweltverbänden, Handel, Verbraucherschutz und Kirche den schleswig-holsteinischen Gesetzentwurf und die Rahmenbedingungen der Koexistenz zu diskutieren.

Kontakt: Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft
des Landes Schleswig-Holstein
Mercatorstraße 3
24106 Kiel

Anmeldung:
Frau Clara Meynen
Landesvertretung Schleswig-Holstein

Tel.: +49 - (0)30 - 48 49 50 60
Fax: +49 - (030 - 7 26 29 06 66

clara.meynen@schleswig-holstein.de

Veranstalter: Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft des Landes Schleswig-Holstein

Schlagworte: Grüne Gentechnik, Naturphilosophie

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