Titel: Gesundheit, Krankheit, Behinderung: Gottgewollt, naturgegeben oder gesellschaftlich bestimmt?
Termin:
9.1.2004
Veranstaltungsort:
Katholische Akademie
Haus für Erwachsenenbildung und
Soziale Bildung des Bistums Essen
Falkenweg 6
45748 Mülheim an der Ruhr
Referenten: Martina Ahmann (Münster) * Jürgen Brosius (Münster) * Wolfram Henn (Homburg / Saar) * Barbara Duden (Hannover) * Andreas Lob-Hüdepohl (Berlin)
Diese Entwicklungen verunsichern viele Menschen. Traditionelle Begriffe wie Gesundheit, Krankheit und Behinderung verändern sich, denn moderne diagnostische Möglichkeiten ermöglichen es Krankheiten zu erkennen, bevor der Patient selbst überhaupt etwas davon merkt. Er erfährt von einem erhöhten Risiko, das es nun zu 'managen' gilt. Solche Patienten sind weder gesund, noch krank. Sie sind Risikopatienten. Damit eröffnen sich ganz neue Entwicklungen.
Gegenüber (oder ergänzend zu) einer biologisch orientierten Medizin betont das christliche Menschenbild, dass jeder Mensch Gottes Ebenbild und vom Schöpfer gewollt ist. Gesundheit erscheint dann weniger als Abwesenheit von Störungen und Risiken, sondern als die Kraft mit ihnen zu leben. In diesem Sinne ermutigt der Glaube, auch unüberwindbare Krankheiten, Behinderungen und selbst den Tod als Teil unseres menschlichen Lebens zu begreifen. Die Frage steht auf der Tagesordnung, ob die christliche Sichtweise vom Menschen nicht viel realistischer und damit humaner ist als die Perspektive der neuen, sich "rational" gebierdenden Medizin.
Wir laden Sie herzlich ein, diese Veränderungen zu reflektieren und ihre Konsequenzen zu diskutieren.
Kontakt:
Katholische Akademie
Haus für Erwachsenenbildung und
Soziale Bildung des Bistums Essen
Falkenweg 6
45748 Mülheim an der Ruhr
Tel.: +49 - (0)208 - 99 91 90
Fax: +49 - (0)208 - 99 91 91 10
die-wolfsburg@bistum-essen.de
http://www.die-wolfsburg.de
Veranstalter: Die Wolfsburg - Katholische Akademie, Akademie für Ethik in der Medizin e.V.
Schlagworte: Behinderung, Gesundheitswesen, Krankheit