Titel: Wartburgtagung: Humanbiotechnologie als gesellschaftliche Herausforderung
Termin:
6.5.2004, 17:30
Uhr, bis 8.5.2004, 15:45 Uhr
Veranstaltungsort:
Hotel auf der Wartburg
Eisenach
Referenten:
mehr Informationen auf der Homepage / see their page for more information
Weitere Informationen:
http://www.wartburgtagung.de/index.htm
Kurzbeschreibung:
Der gegenwärtige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Herr Prof. Ernst-Ludwig Winnacker, hat in seinem Artikel "Jenseits des Genoms, jenseits der Stammzelldiskussion - Wissenschaft als Kommunikationsproblem" [in: ForumTTN 9/2002] zurecht darauf aufmerksam gemacht, dass häufig innerhalb ethischer Diskurse über die Humanbiotechnologie "Hirngespinste, dummes Geschwätz, bloße Utopien, die in science-fiction Romane gehören," [S. 40] eine große Rolle spielen. "Schwarz-Weiß-Malerei, die keine Zwischentöne kennt und der Welt der komplex-genetisch beeinflussten Phänomene nicht gerecht wird" bestimmt die gegenwärtige öffentliche Diskussion, schreibt Winnacker weiter [S. 38]. Dass die Öffentlichkeit sich durch Scheinargumente beeinflussen lässt, liegt hauptsächlich darin begründet, dass das diskussionsrelevante Basiswissen noch nicht weit verbreitet ist. Man wendet sich häufig gegen die Stammzellforschung, ohne zu wissen, was Stammzellen überhaupt sind, wo sie vorzufinden sind, welche Arten von Stammzellen es gibt und welche Möglichkeiten sich aus der Stammzellforschung ergeben können. Diese Unwissenheit ermöglicht nicht nur die Wirksamkeit von irrationalen Totschlagargumenten und die weite Verbreitung von leeren Debatten, sondern ist ebenso der Grund für eine "tiefe Besorgnis, Unsicherheit und Unruhe", die "in weiten Kreisen der Bevölkerung vorherrscht" wie Winnacker zutreffend herausstellt [S. 40]. Es ist die Angst vor dem Menschenpark, einer Brave New World oder einer allein von einigen Führern bestimmten Menschenzucht. Der Unwissenheit entgegenzuwirken ist das zentrale Anliegen dieser Tagung, was nicht bedeutet, dass die Tagung eine Werbeveranstaltung für humanbioethische Forschung darstellen soll. Die Aufklärung der Öffentlichkeit soll das Argumentationsniveau erhöhen, aber auch die differenzierte Sensibilität für ethische Fragen, die die Humanbiotechnologien betreffen, fördern.
Kontakt:
Herrn Stefan Lorenz Sorgner
Frau Gisela Schmidt
Ethikzentrum
Zwätzengasse 12
07743 Jena
Tel: +49 - (0)3641 - 94 58 00
Mobil (Herr Sorgner): +49 -(0)175 - 7 50 13 22
sorgner@wartburgtagung.de; schmidt@wartburgtagung.de
Schlagworte:
Embryonale Stammzellen, Embryonenforschung