Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Patientenverfügungen

Beginn: 23.6.2004, 16:00 -19:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Katholische Akademie
"Die Wolfsburg"
Falkenweg 6
45478 Mülheim an der Ruhr

Referenten: Pfr. Dr. Thorsten Jacobi (Hagen-Hohenlimburg) * Silke Niewohner (Dipl. Sozialarbeiterin, Münster) * Dr. Arnd T. May (Dozent an der Katholischen Akademie "Die Wolfsburg", Mülheim an de Ruhr und Mitglied der Kommission "Patientenautonomie am Lebensende" des Bundesministeriums der Justiz)

Kurzbeschreibung: Patientenverfügungen sind derzeit vermehrt in der Diskussion und die Nachfrage nach "Formularen" ist ungebrochen. Es existiert eine Vielzahl an Formularmustern mit teilweise hoher Auflage. Aber werden diese verteilten Musterformulare (über 180) auch mit einer Unterschrift versehen?

Der Bundesgerichtshof hat mit seiner Entscheidung 2003 die Bedeutung von Patientenverfügungen gestärkt und eine möglichst individuelle, valide Patientenverfügung ist der Wunsch vieler Ärzte aber auch der Entscheidungsträger, der stellvertretend nach seinen Wünschen und Werten für den Patienten entscheiden müssen. Der Beratung zu Patientenverfügungen kommt eine hohe Bedeutung zu und die Beratungskompetenzen zu Patientenverfügungen müssen festgelegt und erworben werden. Es sollen während der Veranstaltung einzelne Beratungsansätze vorgestellt und diskutiert werden. Ein solch differenziertes Beratungsangebot ist Ausdruck der Verantwortung einer Einrichtung, verantwortungsvoll mit den Ängsten und Nöten der Ratsuchenden umzugehen.

Zeitlich nach der Erstellung einer Patientenverfügung steht die Auslegung im Anwendungsfall. Hierzu muss der mutmaßliche Wille ermittelt werden. Dazu sollen verschiedene Konzepte vorgestellt werden, die bei der Interpretation einer weniger konkreten Patientenverfügung helfen sollen. So werden mit der Veranstaltung die zeitlichen Dimensionen des Ratsuchenden zum Zeitpunkt des Erstellens und der Auslegung einer Patientenverfügung angesprochen.

Die Information zu vorsorgenden Verfügungen ist teilweise als Auftrag von Betreuungsvereinen festgelegt. Jedoch sind zahlreiche, weitere Personen und Institutionen Anlaufstelle für Ratsuchende, die sich informieren und beraten lassen möchten. Ihnen soll die Tagung Hinweise und Diskussionsmöglichkeit geben. Denn das alleinige Verteilen von Mustern wird dem Anspruch einer differenzierten Information nicht gerecht.

Kontakt: Katholische Akademie
"Die Wolfsburg"
Haus für Erwachsenenbildung und
Soziale Bildung des Bistums Essen
Falkenweg 6
45478 Mülheim an der Ruhr

Tel.:
+49 - (0)208 - 99 91 90
+49 - (0)208 - 99 91 91 06 (Anmeldung: Mo - Do: 10:00 - 12:30, 14:00 - 16:00; Fr: 10:00 - 14:00)
Fax: +49 - (0)208 - 99 91 91 10

die.wolfsburg@bistum-essen.de
http://www.die-wolfsburg.de

Veranstalter: "Die Wolfsburg" Katholische Akademie

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Arnd T. May (Dozent an der Katholischen Akademie "Die Wolfsburg", Mülheim an de Ruhr und Mitglied der Kommission "Patientenautonomie am Lebensende" des Bundesministeriums der Justiz)

Schlagworte: Lebensende, Lebensverlängerung, Sterbehilfe

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