Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)

Titel: Eugenik und die Zukunft

Beginn: 15.7.2004, 13:15 -20:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Seminarraum
Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek

Referenten: Prof. Dr. H. James Birx (Canisius College, Buffalo) * Prof. Dr. Dr. Olaf Breidbach (FSU Jena) * Prof. Dr. Jürgen Reyer (Universität Erfurt) * Prof. Dr. Wolfgang Lenzen (Universität Osnabrück) * Prof. Dr. Lukas Sosoe (Universität Luxemburg) * Priv. Doz. Dr. Bernward Gesang (Universität Düsseldorf) * Priv. Doz. Dr. Dr. Kristian Köchy (Universität Kassel) * Prof. Dr. Werner Stegmaier (Universität Greifswald) * Prof. Dr. Nikolaus Knoepffler (FSU Jena)

Weitere Informationen:
http://www.ethik.uni-jena.de/eugenik

Kurzbeschreibung: Der Begriff Eugenik wurde 1883 von dem britischen Naturforscher und Schriftsteller Sir Francis Galton geprägt. Auf seine Anregung wurde in London das erste Institut für Eugenik gegründet. Eugenik bedeutet die Beschäftigung (-ik) mit guten Erbanlagen (gr. eugenes). Galton führte den Begriff im Sinn eines staatlichen Programms zur Verbesserung des Genpools ein. Diese kann etwa durch die Förderung von guten Erbanlagen geschehen (positive Eugenik) oder durch die Einschränkung der Ausbreitung von nachteiligen Genen (negative Eugenik). In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Ermordung sowohl von körperlich als auch von geistig Behinderten mit dem Verweis auf Eugenik begründet. Dadurch erhielt der Begriff eine negative Konnotation. Aufgrund der Möglichkeiten, die sich in der jüngsten Vergangenheit durch die Anthropotechniken ergeben haben und deren Verwirklichung Auswirkungen auf viele Bereiche unserer Lebenswelt haben könnten, ist es notwendig, interdisziplinär über Eugenik zu reflektieren. Dabei wird der Begriff im wörtlichen Sinn gebrauch, also auch ohne die Konnotation ‚Staatsprogramm’.

Beim Symposium "Eugenik und die Zukunft" sollen in einem offenen Gespräch sowohl die Risiken als auch die Möglichkeiten der positiven und negativen Eugenik erörtert werden. In diesem Rahmen soll auf die unterschiedlichen Konsequenzen von eugenischen Maßnahmen, die für die Zukunft der Menschheit relevant sein könnten, eingegangen werden (z.B. Evolution), weswegen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen eingeladen wurden, z. B. Philosophie, Ethik, Pädagogik, Soziologie, Biologie, Anthropologie.

Wir laden Sie herzlich zu diesem Symposium ein. Ohne eine Teilnahmegebühr entrichten zu müssen, können Sie sich am Donnerstag den 15. Juli 2004 von 13.15 - 20.30 Uhr im Seminarraum der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena die Vorträge anhören und mitdiskutieren.

Kontakt: Herrn Stefan Lorenz Sorgner
Landesbibliothek Thüringen
Bibliotheksplatz 2
07743 Jena

Tel.:
+49 - (0)3641 - 94 00 00
+49 - (0)3641 - 94 58 00
+49 - (0)175 - 7 50 13 22
Fax: +49 - (0)3641 - 94 58 02

stefan@sorgner.de; ethikzentrum@uni-jena.de
http://www.ethik.uni-jena.de

Veranstalter: Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek

Wissenschaftliche Leitung: Stefan Lorenz Sorgner (Wissenschaftlicher Mitarbeiter der FSU Jena), Prof. H. James Birx (Canisius College, Buffalo), Prof. Nikolaus Knoepffler (Leiter des Ethikzentrums der FSU Jena)

Schlagworte: Eugenik/Enhancement

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