Titel: Onkologie-Symposium mit den Schwerpunkten Brust- und Pankreas-Krebs
Termin: 28.5.2004 bis 29.5.2004
Veranstaltungsort:
Prinz-Albert-Straße 2
Die Bauchspeicheldrüse produziert neben wichtigen Verdauungsenzyme die Hormone Insulin und Glukagon, die den Blutzuckerspiegel regeln. Pankreaskrebs ist eine Erkrankung, die typischerweise im siebten Lebensjahrzehnt auftritt. Die Diagnose ist schwierig: Einerseits sind die Beschwerden sehr unspezifisch, andererseits sind Tumore aufgrund der "versteckten" Lage der Pankreas nur schwer auf Tomographie- oder Ultraschallbildern zu entdecken. Zudem ist die Drüse in so viele Stoffwechselprozesse verwickelt, dass auch veränderte Laborwerte nur schwer zu interpretieren sind. Wird ein Pankreas-Tumor entdeckt, ist die Prognose äußerst schlecht: Fünf Jahre nach Diagnosestellung leben nur noch vier von 1.000 Patienten. Die Therapie konzentriert sich in vielen Fällen auf schmerzlindernde Maßnahmen. Auf der Tagung stellen die Mediziner derartige Palliativverfahren vor, diskutieren aber auch aktuelle chirurgische und chemotherapeutische Optionen.
Darüber hinaus stellen die Referenten ein breites Spektrum onkologischer Forschungsprojekte an der Universität Bonn vor. Neben der Diagnose und Therapie von Leukämien, Krebserkrankungen von Leber und Galle oder Tumoren des Gehirns steht vor allem der Brustkrebs im Mittelpunkt der Veranstaltung. Sowohl die Entdeckung als auch die Behandlung von Brusttumoren sind hierzulande noch verbesserungsfähig. So zeigte jüngst eine Studie der Bonner Radiologie, dass die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) - fachkundig durchgeführt und interpretiert - bei der Diagnose von Brustkrebs allen anderen Untersuchungsverfahren weit überlegen ist. Dennoch tragen die gesetzlichen Kassen die Kosten der Untersuchung nur in Ausnahmefällen.
Kontakt:
Herr Prof. Dr. Ingo Schmidt-Wolf
Medizinische Klinik und Poliklinik I
Universität Bonn
Tel.:
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Veranstalter: Universität Bonn